

»Wir leben in einer Zeit, in der Errungenschaften, die lange als selbstverständlich galten, wieder zur Diskussion gestellt werden. Weltweit – und auch hierzulande – erleben wir einen neuen Aufwind rechter Ideologien, zunehmende queerfeindliche Rhetorik und eine wachsende Zahl von Übergriffen. Gerade deshalb ist es heute wichtiger denn je, Haltung zu zeigen und die Stimmen der LGBTQIA+ Gemeinschaft hörbar zu machen«, erklärt Winfried Kubitza-Simons stellvertretend für das gesamte Vereinsteam von Queer Euskirchen. Der Verein richtet auch in diesem Jahr erneut den Christopher-Street-Day und den damit verbundenen Pride-Umzug aus. Die Schirmherrschaft hat in diesem Jahr die Bundestagsabgeördnete Nyke Slawik übernommen. »Queere Sichtbarkeit darf keine Privileg der Großstädte sei. Sie gehört in jede Kommune und in jedes Dorf unseres Landes. Deshalb freue ich mich sehr, in diesem Jahr die Schirmherrschaft für den CSD in Euskirchen zu übernehmen«, betont Slawik.
Der Aktionstag in Euskirchen beginnt am Samstag, 16. Mai, um 11.30 Uhr auf dem Klosterplatz. Dann wird die Trommelgruppe »Kalebass« alle »zusammentrommeln«. Nach einigen einführenden Worten, die den Demo-Charakter des Christopher-Street-Days noch einmal erläutern werden, wird der Aktionstag eröffnet. Zahlreiche Infostände werden auf dem Klosterplatz vertreten sein. Zahlreiche Institutionen, Organisationen und Parteien werden sich dort präsentieren. Interessierte sind eingeladen, sich zu informieren.
Gleichzeitig fällt der Startschuss für das Bühnenprogramm. Auf der Bühne werden über den Nachmittag verteilt unter anderem Wolfgang Hildebrand, Dieva, Stephan Brings, die Pink-Poms, Thomas G. und Anny Ogrezeanu auftreten. Eränzt wird das Bühnenprogramm durch zahlreiche Redebeiträge.
Durch das Programm führen Entertainer Fraenkie Rudloff und Anne Selmer. Kurz vor 15 Uhr wird das Bühnenprogramm pausieren und der CSD-Umzug durch die Innenstadt startet, angeführt von der Sambagruppe »Rheinsamba«. Einen Zwischenstopp legt der Umzug am Viehplätzchen für Redebeiträge und einen Flashmob ein. Ende des Demo-Umzugs ist gegen 16 Uhr am Klosterplatz. Dort folgen weitere Redebeiträge und ein Auftritt der Band »Manifold Sound«.
»Wenn wir zusammenstehen, können wir den aktuellen Herausforderungen mit Entschlossenheit begegnen und weiter an einer Zukunft arbeiten, in der Vielfalt nicht verteidigt werden muss, sondern selbstverständlich gelebt wird«. Diese Worte verbindet der Queer-Euskirchen-Vorsitzende Winfried Kubitza-Simons mit einer Einladung zum CSD am Samstag, 16. Mai.
Ein Hingucker wird der Känguru-Wagen des Wagenbauers Jacques Tilly sein, der anlässlich des CSD Station in Euskirchen macht.
Der Christopher-Street-Day (CSD) ist ein Gedenktag, der an den ersten bekannten Aufstand von Homosexuellen und anderen queeren Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street erinnert, der am 28. Juni 1969 begann und in mehrtägigen Auseinandersetzungen mit der Polizei mündete. Heute wird der CSD zu unterschiedlichen Terminen, friedlich und mit bunten Paraden weltweit gefeiert. Dabei feiern Queere Menschen ihre gesetzlichen Rechte und ihren Stolz (Englisch: Pride).
Die CSD-Parade startet am Samstag, 16. Mai, um 15 Uhr, auf dem Klosterplatz und führt zunächst die Hochstraße hinunter bis zur Wilhelmstraße. Von dort geht es weiter in die Neustraße und über die Annaturmstraße bis zur Dechant-Voigt-Straße. Anschließend verläuft der Zugweg über die Kirchstraße stadteinwärts und am Alten Rathaus in die Bischofstraße. Am Viehplätzchen ist eine kurze Pause geplant, damit alle Gruppen aufschließen können. Danach führt die Parade weiter durch die Wolfsgasse sowie über Gartenstraße und Berliner Straße zurück zum Klosterplatz. Kurzfristige Routenänderungen am Tag der Demo behält sich der Veranstalter vor.




