Seniorin durch angebliches Fluch-Ritual um mehrere Tausend Euro betrogen
Um den vermeintlichen Fluch abzuwenden, forderte die Unbekannte die Frau auf, mehrere Tausend Euro in ein Küchentuch zu wickeln und ihr zu übergeben. Die Geschädigte kam der Aufforderung nach und übergab das Geld an die Tatverdächtige.
Die Unbekannte habe das Tuch dann mit einem Faden zugebunden, vermeintlich magische Worte gesprochen und es anschließend an die 68-Jährige zurückgegeben. Die Frau sollte über Nacht auf dem Küchentuch und dem angeblich gesegneten Geld schlafen. Als die Geschädigte am nächsten Morgen das Tuch öffnete, stellte sie fest, dass das Bargeld verschwunden war. Stattdessen befanden sich darin Papiertücher.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt vor dieser Betrugsmasche. Angebliche Flüche, Vorhersagen drohenden Unglücks oder vermeintlich notwendige Rituale dienen den Betrügern dazu, ihre Opfer unter Druck zu setzen. Dabei nutzen sie gezielt Ängste und die Sorge um Angehörige aus, um an Geld oder Wertgegenstände zu gelangen.
Die Polizei rät, bei solchen Begegnungen Ruhe zu bewahren und sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Behauptungen über Flüche oder drohendes Unglück sind kein Grund, Geld oder Wertgegenstände herauszugeben. Bargeld oder Schmuck sollten grundsätzlich nicht an fremde Personen übergeben werden, auch nicht für angebliche Rituale, Segnungen oder Reinigungen.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Unbekannte Geld verlangen und dabei Ängste um Familienangehörige schüren. In solchen Situationen empfiehlt die Polizei, das Gespräch zu beenden, Abstand zu schaffen und gegebenenfalls in einem Geschäft oder an einem anderen belebten Ort Unterstützung zu suchen.
Zudem ist es ratsam, verdächtige Begegnungen mit Angehörigen oder anderen Vertrauenspersonen zu besprechen. Insbesondere ältere Menschen sollten über derartige Betrugsmaschen informiert werden.
Betrugsversuche sollten ebenso wie bereits erfolgte Betrugsfälle bei der Polizei angezeigt werden. Vorhandene Hinweise und Beweismittel sollten gesichert werden. Bei akuter Gefahr ist die Polizei über den Notruf 110 erreichbar.
Die Polizei Euskirchen bittet um Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen im Zusammenhang mit der Tat sowie zur Identität der bislang unbekannten Tatverdächtigen. Hinweise nimmt die Polizei telefonisch unter 02251/7990 oder per Mail an poststelle.euskirchen@polizei.nrw.de entgegen.

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