Jutta Kruft

25 Jahres BRH Rettungshundestaffel Rhein-Mosel e.V.: Großes Event auf dem Mayener Marktplatz

Mayen. Die BRH Rettungshundestaffel Rhein-Mosel e.V. aus Kottenheim feierte ihr 25-jähriges Jubiläum in Mayen. 
Los ging es mit einem Festakt in den Räumlichkeiten des Schieferbergwerks in der Genoveaburg. Die Vertreter verschiedener Rettungsorganisationen, der Polizei und befreundeter Nachbarstaffeln sowie die Mitglieder der „Jubilarin“ lauschten den Ansprachen des 1. Vorsitzenden der Staffel Rhein-Mosel sowie von Landrat Marco Boos, Oberbürgermeister Dirk Meid und des Landesbeauftragten des BRH für Rheinland-Pfalz und das Saarland. In ihren Beiträgen bedankten sich die Redner für das ehrenamtliche Engagement der Staffelmitglieder, die im Rahmen des Katastrophenschutzes rund um die Uhr bereit stehen, um Menschen in Not zu retten. Besonders berührend war die Ansprache von Dierk Thönnes, der es sich als Gründungsmitglied und ehem. Vorsitzender der Staffel nicht nehmen ließ, an die Anfänge zu erinnern. Er betonte seinen Stolz und seine Freude über die Entwicklung seines Herzensprojektes über ein Vierteljahrhundert hinweg. Mit mehr als 20 geprüften Rettungshunden, guter technischer Ausstattung und einem ansehnlichem Fuhrpark zählt die Rettungshundestaffel Rhein-Mosel mittlerweile zu den größten Staffeln in Rheinland-Pfalz.
Nach dem offiziellen Teil ging es auf dem Marktplatz weiter. 
In zwei Vorführungen stellten sich die Rettungshundeteams dem interessierten Publikum vor und machten deutlich, dass Rettungshundearbeit immer Teamarbeit ist. Der Weg vom ersten Training bis zum einsatzfähigen Rettungshund wurde anschaulich erklärt und mit vielen Übungen demonstriert. Dabei zeigte ein Hund, dass er eine Leiter sowohl hoch als auch hinunterklettern kann, andere zeigten wie Hunde an ungewöhnliche und instabile Untergründe gewöhnt werden und wie das zuverlässige Verbellen einer gefundenen Person trainiert wird. 
Ein Maintrailer (Personenspürhund) verfolgte die Spur einer Person durch die Zuschauermenge bis hinter das Oktagon, genauso wie er im Ernstfall der Spur einer vermissten Person folgen würde. Anschließend demonstrierten Flächensuchhunde ihre Arbeit bei der Suche nach vermissten Personen im Gelände und zeigten die gefundenen Personen im eigens dafür auf dem Marktplatz angelegten „Wäldchen“ souverän durch lautes Bellen an. Zum Schluss wurden die Fragen der Zuschauer beantwortet und natürlich durften die Hunde auch gestreichelt werden. 
Außerhalb der Vorführungen konnten sich Interessierte an einem Infostand über die Arbeit der Rettungshundestaffel informieren und die Jüngsten durften sich nach Herzenslust auf der Hüpfburg austoben. Darüber hinaus gab es im Kinderzelt jede Menge Spiel- und Bastelangebote rund um das Thema Hund. 
In der Blaulichtmeile waren die unterschiedlichsten Fahrzeuge verschiedenster Organisationen zu bestaunen: das THW Mayen war mit einem Gerätekraftwagen vor Ort, die Bergwacht (DRK) aus Ettringen zeigte ihren Geländerettungswagen für Bergung und Transport verletzter Personen in unwegsamen Gelände, die freiwillige Feuerwehr aus Mayen rückte mit der großen Drehleiter an, die Kameraden aus dem Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz zeigten einen Intensivtransportwagen, die freiwillige Feuerwehr Saffig informierte über Brandschutzerziehung in der Verbandsgemeinde Pellenz und die Polizeiinspektion Mayen lockte mit einem gut ausgestatteten Polizeimotorrad zahlreiche Neugierige an und informierte über ihr Nachwuchsprogramm. Getreu dem Motto „in der Blaulichtfamilie ist keiner allein“ wurde eindrücklich demonstriert, dass man nicht nur bei Einsätzen Hand in Hand zusammen arbeitet, sondern zu besonderen Anlässen auch gut und gern zusammen feiert.
Abgerundet wurden die Angebote auf dem Marktplatz durch einen Infostand des Tierschutzvereins Mayen, eine Tierfotografin und einen Anbieter hochwertiger Tiernahrung.