TuS verliert 0:4 gegen Schneifel - Mendig siegt gegen Emmelshausen 3:1
Mayen/Mendig/Gering. TuS Mayen : SG Schneifel 0:4 (0:1)
Auch nach dem fünften Heimspiel bleibt der TuS ohne eigenes Tor und eigenen Punkt. Gegen die SG Schneifel verloren die Schwarz-Weißen auch in der Höhe verdient mit 0:4 (0:1).
Schon im ersten Durchgang, der aufgrund mangelhafter Platzabkreidung mit dreiundzwanzig Minuten Verspätung startete, hatte die SG Schneifel mehr vom Spiel. Ein guter Dominik Klein im Tor sowie Latte und Pfosten halfen dem TuS, bei den Versuchen von Jan Schmitz (10.) und Davis Spruds (28.).
Dazwischen sorgte Spruds in der 24. Minute für das 1:0. Mayen versuchte so gut wie möglich dagegen zu halten, oftmals fehlte der entscheidende Pass und Handlungsschnelligkeit im Offensivspiel.
Unmittelbar nach dem Pausentee sorgte die SG aus Stadtkyll, Auw und Ormont für klare Verhältnisse vor 145 Zuschauern. Michael Zeimmes (48.), Nicolas Görres (50.) und wiederum Spruds (55.) mit den Toren zwei, drei und vier für die Mannschaft von Stephan Simon.
Auch nach der klaren Führung waren die Gäste die bessere, abgeklärtere und überlegene Mannschaft, sodass einige enttäuschte Mayener Zuschauer bereits weit vor dem Abpfiff den Platz verließen. Diese verpassten immerhin zwei Möglichkeiten der TuS´er, das Spiel etwas erträglicher zu gestalten. Aber sowohl Kevin Cabello als auch Andre Röser verpassten den Anschlusstreffer.
Am Ende blieb es beim 0:4. Für die Mannschaft von Marc Steil scheint derzeit die Rheinlandliga eine Nummer zu groß zu sein.
Niko Foroutan, sportlicher Leiter des TuS: "Mit dem 0:1 zur Halbzeit war noch nichts entschieden, das kann man drehen. Wenn man dann aber binnen weniger Minuten drei weitere Gegentore kriegt, killt es die Mannschaft. Für uns heißt es zusammenhalten, wir müssen uns aufrichten und können jetzt nicht mit dem Fußball aufhören." Foroutan appeliert an Mannschaft und Umfeld, die Hoffnung nicht zu verlieren. "Auch wenn es gerade nicht so aussieht. Im Fußball kann es manchmal ganz schnell gehen." So hofft man, dass am kommenden Sonntag wieder einige angeschlagene Spieler mitwirken können.
Das nächste Spiel: TuS Immendorf : TuS Mayen am Sonntag, 4. Oktober, 15 Uhr, am Kunstrasenplatz "Dörnchen" in KO-Immendorf.
SV Eintracht Mendig : FC Emmelshausen/Karbach II 3:1 (1:1)
Es läuft gut bei der Mendiger Eintracht. Gegen die hoch eingeschätzten Hunsrücker übernahmen die Vulkanstädter zu Spielbeginn das Kommando. Und gingen nach fünf Minuten in Führung. Adrian Medic setzte Brice Mitel mit einem Steckpass ein, der seinen Gegenspieler abschüttelte und trocken zum 1:0 abschloss. "Ein Traumtor, wie Brice das macht. Furztrocken in den Winkel", schwärmte Spielertrainer Damir Mrkalj nach der Partie vor 120 Fans an der Brauerstraße. Meris Ramic hatte nur zwei Minuten später die Gelegenheit auf 2:0 zu erhöhen, verfehlte die Hereingabe denkbar knapp. Etwas überraschend der Ausgleich für Emmelshausen-Karbach II. Nachdem nach einer hohen Flanke ein Kopfball geblockt wurde, nutzte Alexander Auer die zweite Chance zum 1:1 Ausgleich in der 43. Minute. "Da haben wir viel zu passiv gespielt. Wir hatten zwar einen defensiven Ansatz heute gewählt, da uns einige Spieler fehlten, aber darüber muss gesprochen werden." Mit einem für Mendig schmeichelhaften 1:1 ging es in die Kabinen.
Mendig war zwar auch in weiten Teilen der zweiten Halbzeit das abwartende Team, dennoch ging man nach einer guten Stunde in Führung.
Alexej Eberhardt erkämpfte seinem Team einen Eckball, den Robin Rohr zur neuerlichen Führung einköpfte (63.). Mrkalj: "Wir waren aggressiver, obwohl in der Phase gerade Emmelshausen Druck machte." Wenig später musste Brice angeschlagen hinaus, Mrkalj ersetzte ihn und sorgte für gute Umschaltmomente im Mendiger Spiel. Die endgültige Entscheidung kurz vor dem Abpfiff. Aus einer Ecke für die Gäste entstand das 3:1 für die Hausherren. Eberhardt verteidigte den Ball, setzte Mrkalj ein, der gegen die aufgerückten Hunsrücker auf und davon ging, den mitgelaufenen Damar Kanoute sah, der problemlos einschieben konnte (90. 3). "Ehrlich gesagt, sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen. Ein sehr wichtiger Sieg. Ein Spiel, aus dem wir lernen müssen für die Zukunft", so Mrkalj. Das nächste Spiel: Freitag, 2. Oktober, 19.30 Uhr, beim HSV Neuwied.
SG Maifeld-Elztal : SG Augst 0:3 (0:0)
Eine unnötige Rote Karte war am Ende spielentscheidend beim 0:3 der SG Maifeld-Elztal gegen Tabellenführer SG Augst/Eitelborn.
"Es war ein richtig guter Kampf meiner Jungs. Wir haben Augst das Leben schwer gemacht und sehr vieles richtig gut gemacht", lobte SG-Trainer Daniel Fischer seine Jungs nach der Partie vor knapp 100 Zuschauern auf der Geringer Alm. Zur Pause stand es 0:0 zwischen den Kontrahenten.
Maifeld, die nach wie vor auf sieben angeschlagene beziehungsweise gesperrten Spieler verzichten mussten, kämpfte auch in der zweiten Hälfte verbissen um jeden Ball. Und hatte mit Florian Geisler einen Rückhalt, der einen Elfmeter parierte (55.). Aber: Wenige Minuten später war das Spiel für Geisler beendet. Nach einem Wortgefecht schubste Geisler den Spieler von Augst und erhielt dafür die Rote Karte (64.). Unmittelbar zuvor hatte Moritz Brendler das 0:1 erzielt. Nur sechs Minuten später war es wiederum Brendler, der auf 0:2 erhöhte. In der Nachspiel markierte Paul Marzi den 0:3-Endstand für die Gäste.
Trotz der über weite Strecken kämpferisch starken Leistung war Fischer bedient. "Ein sehr guter Kampf. Aber wir müssen diese Undiszipliniertheiten unbedingt abstellen. Es ist bereits die dritte Rote Karte gegen uns. Das Verhalten ist so nicht zu akzeptieren."
Mit Ausnahme des dritten Tores ließen sich die Maifeld-Elztaler aber nicht abschießen, wie in den letzten beiden Spielen, sondern kämpften weiter um jeden Ball. Fischer: "Wenn man gegen eine so starke Mannschaft wie Augst was mitnehmen will, dann muss schon alles stimmen."
Das nächste Spiel: Donnerstag, 1. Oktober, bei Rot-Weiß Koblenz um 20.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz am Oberwerth. (ph)