Jutta Kruft

Arbeitslosigkeit steigt weiter an

Die Agentur für Arbeit legt den Arbeitsmarktbericht für Januar vor. (Symbolfoto)

Die Agentur für Arbeit legt den Arbeitsmarktbericht für Januar vor. (Symbolfoto)

Bild: Agentur für Arbeit

Mayen-Koblenz. 
Zum Jahresbeginn 2026 ist die Arbeitslosigkeit in und um Koblenz deutlich weiter angestiegen. Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zählte zum Monatsende in der Stadt 4.569 arbeitslose Frauen und Männer. Das sind 293 mehr als im Dezember und 151 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 7,1 Prozent und damit um 0,4 Punkte über dem Vormonatswert. Im Januar 2025 lag sie bei 6,9 Prozent.
Im Landkreis Mayen-Koblenz zeigt sich die Situation ähnlich. So waren im Januar 5.140 Menschen arbeitslos gemeldet – 429 mehr als im Dezember und 20 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,3 Prozent und damit 0,4 Punkte über dem Wert des Vormonats.
Dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen wurden innerhalb der letzten vier Wochen 276 neue Stellen aus der Stadt und 185 aus dem Landkreis gemeldet. Damit liegen der Agentur 2.570 Stellenangebote aus der Region vor.
„In den Wintermonaten ist es nicht ungewöhnlich, einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Aufgrund der hohen Anzahl an Arbeitsstellen in Gastronomie und Baugewerbe ist diese Entwicklung saisonüblich“, erläutert Stefanie Adam, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen. „Somit beobachten wir keine ungewöhnlichen Schwankungen zum Beginn des Jahres. Es gilt allerdings den Jahresverlauf abzuwarten, ob uns eine Trendwende am Arbeitsmarkt bevorsteht oder ob sich eine weitere Verschärfung der Situation einstellt. Wird das Wetter wieder milder und mit beginnender Tourismussaison, ist zumindest in manchen Bereichen mit einer Entspannung zu rechnen.“
Die Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen unterstützt bei Fragen und Unsicherheiten über die eigene berufliche Zukunft. Zwischen zwei Jobs - sei es aus eigenem Antrieb oder drohender Kündigung – der Weg zur Agentur lohnt sich. Insbesondere in diesen Phasen kann die Chance genutzt werden, sich weiterzubilden oder beruflich neu zu orientieren. „Unsere erfahrenen Arbeitsvermittlerinnen und Arbeitsvermittler geben in ungewissen Zeiten Orientierung. Neben der Stellenvermittlung können sie durch Förderungen der beruflichen Weiterbildung unterstützen. Sie stehen Personen, die von Arbeitslosigkeit bedroht oder betroffen sind, frühzeitig zur Seite“, betont die Agenturleiterin. „Dadurch leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des regionalen Arbeitsmarktes und der langfristigen Sicherung von Arbeitsstellen.“

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