Jutta Kruft

Bittere Niederlage für den TuS Mayen

Das Spiel des TuS Mayen gegen TuS Kirchberg war von Zweikämpfen geprägt.

Das Spiel des TuS Mayen gegen TuS Kirchberg war von Zweikämpfen geprägt.

Bild: Peter Seydel

Mayen/Mendig/Gering. TuS Mayen : TuS Kirchberg 0:1 (0:0)
Der TuS Mayen hat auch sein drittes Saisonspiel verloren. 
Es war lange Zeit ein ausgeglichenes Spiel vor rund 100 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz. Sowohl Mayen als auch Kirchberg hatten mit zwei Niederlagen einen Fehlstart hingelegt und standen bereits am 3. Spieltag unter Druck. Und so entwickelte sich ein Spiel, das von vielen Zweikämpfen geprägt war. Die größte Chance zur Führung hatte Mayens Artur Kurogjan, der mit einem strammen Schuß Gästekeeper Tizian Christ zu einer Glanzparade zwang. 
Die Zuschauer sahen zu Beginn der zweiten Hälfte eine bessere Kirchberger Mannschaft, sodass der Führungstreffer in der 61. Minute nicht unverdient war.
Nachdem Enrico Geiß zweimal an Mayens Keeper Dominik Klein gescheitert war (48., 51.), war Klein beim Kirchberger Führungstreffer machtlos. Andre Spengler wurde nicht angegriffen und zog aus 25 Metern unhaltbar ab. 
In der 70. Minute forderten die Hausherren Elfmeter. Tim Krechel kam im Strafraum der Kirchberger zu Fall, Schiedsrichter Manuel Mück ließ weiterlaufen. Zehn Minuten später der vermeintliche Ausgleich. Kaan Öztürk flankte in den Strafraum, Christ segelte am Ball vorbei, wo Yannik Schneider unbedrängt einköpfen konnte. Schiedsrichter Mück hatte bereits auf Tor für Mayen entschieden, sein Assistent wollte ein Foulspiel gesehen haben, sodass der Treffer nicht zählte. »Ein klares Fehlurteil. Wir haben uns das Tor später auf Video angesehen. Da war nichts«, ärgerte sich Mayens sportlicher Leiter Nico Foroutan. Und es sollte noch schlimmer kommen. Artur Kurogjan sah im Anschluss wegen Meckerns die Rote Karte (80.). Sechs Minuten später waren die Gastgeber nur noch zu Neunt. Tim Krechel grätschte bei einem Konter seinen Gegenspieler um und sah ebenfalls Rot. »Da hätte Gelb völlig gereicht«, ärgerte sich TuS-Trainer Marc Steil. Trotz doppelter Unterzahl drückte man weiter auf den Ausgleich. Der Kopfball des eingewechselten Leon Kohlhaas in der Nachspielzeit ging am Tor vorbei, sodass die Kirchberger drei Punkte aus der Eifelstadt entführten. Trotz der Niederlage war Nico Foroutan nicht unzufrieden. »Wir wissen, dass es eine schwierige Saison wird. Heute haben wir nach dem Rückstand Charakter gezeigt, leider haben wir uns nicht belohnen können.«
Bereits am Dienstag, 25. August, geht es für die Mayener im Pokal weiter. Der TuS muss nach Weitersburg und möchte mit einem Auswärtssieg in die 3. Runde einziehen. In der Rheinlandliga geht es kommenden Sonntag beim VfB Linz weiter. 
Eintracht Mendig : FC Germania Metternich 2:2 (1:1)
Ein gutes Spiel sahen die 143 Zuschauer im Mendiger Stadion an der Brauerstraße. Das Unentschieden war am Ende gerecht.
»Das Ergebnis geht in Ordnung. Beide Mannschaften hatten Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden«, bilanzierte Eintracht-Trainer Damir Mrkalj nach dem Spiel. Mendig ging nach einer Viertelstunde in Führung. Über Marius Wingenbach und Brice Marquin landete der Ball bei Michael Koch, der zum 1:0 traf. Pech hatten die Mendiger beim Metternicher Ausgleich. Tim Niemczyk abgefälschter Schuss wurde zur unhaltbaren Bogenlampe. Das 1:1 in Minute 25. Gerade einmal zwei Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, als die Mendiger wiederum in Führung gingen. Joel Maas köpfte den Ball zum 2:1 in die Metternicher Maschen. »In der Phase waren wir am Drücker, haben aber leider nicht das dritte Tor gemacht«, so Mrkalj. Und so war es Luca Hankamer, der zum 2:2 traf (62.). Das Spiel wogte hin und her, ein Treffer wollte nicht mehr fallen sodass es in einem attraktiven Spiel beim 2:2 blieb.
Mrkalj: »Wir sind nach drei Spieltagen ungeschlagen. Mit Rübenach und Metternich haben wir zwei Brocken hinter uns und auch das Spiel in Gering war sehr anspruchsvoll. So wollen wir es weiter angehen. Ich selber bin noch nicht spielfähig nach meiner Verletzung, hoffe aber am kommenden Spieltag eine  Alternative zu sein.« Dann geht es für die Mendiger am Sonntag, dem 30.08.26 um 15 Uhr zum Aufsteiger BSC Güls.
SG Liebshausen : SG Maifeld-Elztal 2:4 (1:2)
Etwas überraschend hat die SG Maifeld-Elztal bei der SG Liebshausen 4:2 gewonnen.
»Heute hat man gesehen das wir durchaus mithalten können, wenn wir unsere Grundtugenden abrufen.« freute sich Maifelds Trainer Daniel Fischer nach der Partie vor 150 Zuschauern in Liebshausen. 
Ein »Klücksgriff« war die Versetzung von Jonas Klück in den Angriff. Fischer: »Aufgrund unseres Stürmermangels habe ich ihn von der Außenverteiderposition in den Sturm gestellt. Und dann macht er gleich zwei Tore.« In der 17. Minute brachte Klück seine Farben in Führung. Joel Paul glich sechs Minuten später aus. Dann war es wiederum Klück, der kurz vor dem Pausentee die Gäste erneut in Führung brachte. Maifeld hatte allerdings etwas Dusel, da die Hunsrücker in der ersten Hälfte jeweils nur Pfosten beziehungsweise Latte trafen.
Liebshausen drückte zu Beginn der zweiten Hälfte und schaffte schnell den Ausgleich. Einen an ihm begangenen Elfmeter verwandelte Simon Peifer zum 2:2 Ausgleich (52.). »In dieser Phase hätte das Spiel kippen können«, so Fischer. Trotzdem schaffte es der Aufsteiger wieder zurück ins Spiel zu kommen. Erst traf Niclas Lohn per Kopf zum 2:3 (69.), sechs Minuten später markierte Eliah Ostrominski den 2:4 Endstand.
Fischer: »Der Sieg war nicht unverdient und zeigt, dass wir punkten können wenn wir uns den Hintern aufreißen.« 
Schon am Mittwoch, 26. August, geht es weiter, wenn man in Gering die 2. Mannschaft von RW Koblenz empfängt. Anstoß auf der Geringer Alm: 20 Uhr. (ps)