Jutta Kruft

TuS verliert Aufsteigerduell - Mendig siegt

atz der Mayener wurde gegen Betzdorf nicht belohnt.

atz der Mayener wurde gegen Betzdorf nicht belohnt.

Bild: Peter Seydel

Mayen/Mendig/Gering. TuS Mayen : SG Betzdorf 0:2 (0:1)
Der TuS Mayen hat auch das zweite Meisterschaftsspiel nach dem Aufstieg verloren.
Mit 0:2 (0:1) unterlag man im Duell der Aufsteiger der SG Betzdorf, die man vor gut zwei Monaten in der Relegation noch schlagen konnte.
TuS-Trainer Marc Steil war nach der Niederlage gegen die Siegerländer bedient. »Das war eine absolut unnötige und vermeidbare Niederlage«, schimpfte Mayens Übungsleiter. Der TuS brauchte eine gewisse Anlaufzeit. »Ab der 10. Minute waren wir drin, hatten die Ordnung im Spiel gegen den Ball.«
Wie aus dem Nichts gingen die Gäste nach zweiunddreißig Minuten in Führung. Nach einem schlecht ausgeführten Eckball der Mayener schalteten die Gäste blitzschnell um. Über mehrere Stationen landete der Ball beim Ex-TuSer Marlon Leidenbach, der Dominik Klein keine Chance ließ.
Nach der Halbzeitpause sahen die gut 150 Zuschauer eine deutlich offensivere Heimmannschaft. »Da hatten wir mehrfach klare Möglichkeiten den Ausgleich zu erzielen, bekommen zudem einen klaren Foulelfmeter nicht«, haderte Steil. Tim Gilles (49.) und Tim Krechel (57.) hatten den Ausgleich auf den Fuß. Später brachte der eingewechselte Artur Kurogjan viel Schwung in den Mayener Angriff. Ein Foul an Walid Hanoui im Sechzehner der SG ließ Schiedsrichter Philipp Michels weiterlaufen. Mayen machte auf, Betzdorf lauerte auf Konterchancen. Und eine davon führte zur Entscheidung. Der eingewechselte Leon Borger machte mit dem 0:2 in der vierten Minute der Nachspielzeit den Sack zu.
Sein erstes Heimspiel machte im Übrigen Neuzugang Arben Sejdija. Der 23-jährige offensive Flügelspieler kam vom Ligarivalen VfB Linz ins Nettetal. Zuvor hatte der in Rieden wohnhafte Sejdija bereits beim Ahrweiler BC und Cosmos Koblenz gespielt.
Am Freitag, 21.  August, empfängt der TuS auf dem Kunstrasen den TuS Kirchberg. Auch die Hunsrücker sind mit zwei Niederlagen gestartet, beide stehen jetzt schon ein wenig mit dem Rücken zur Wand und hoffen auf das erste Erfolgserlebnis. Anstoß der Partie auf dem Kunstrasenplatz an der Bürresheimer Straße ist um 19 Uhr.
SG Maifeld-Elztal : SV Eintracht Mendig 1:4 (0:3)
 
Mit 4:1 siegte Rheinlandligaabsteiger Mendig beim A-Klassen Aufsteiger Maifeld-Elztal vor 185 Zuschauern auf der Elztaler Alm.
Der Coach der SG, Daniel Fischer, war nach der Heimniederlage bedient: »Mendig hat uns mit einfachen Mitteln, Körperlichkeit und Effektivität geschlagen. Wir müssen uns deutlich im Zweikampfverhalten verbessern und die einfachen Fehler abstellen.«
Sein Gegenüber Damir Mrkalj war nach der Partie zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. »Es war das erwartet hitzige Spiel auf einem gut zu bespielenden Platz.« Die Vulkanstädter nahmen von Beginn an den Kampf an. Mit Mentalität und Geschlossenheit hielt man dagegen. Mrkalj: »Das sieht zwar nicht sonderlich sexy aus, aber nur schönen Fußball spielen reicht auf der Alm nicht aus.« Zwei Standards und ein Eigentor der Hausherren brachte Mendig zur 0:3-Pausenführung. »Matze hatte sich nach dem verschossenen Elfmeter letzte Woche eine Menge vorgenommen«, lobte Mrkalj seinen Kapitan Matthias Wengenroth, der mit zwei Freistoßtoren in der 20. und 33. Minute seine Farben in Führung brachte. Als Yannick Idczak in der 37. Minute ein Eigentor unterlief, war die Messe bereits zur Halbzeit so gut wie gelesen.
Die Kombinierten kamen nochmal ran. Diesmal war Mendigs Robin Rohr der Unglücksrabe, der per Eigentor die SGME zurück ins Spiel brachte (53.). Im Gerangel um den Ball unmittelbar nach dem Anschlußtreffer schubste Elztals Jan Fasel Mendigs Wengenroth. Der Schiedsrichter wertete die Szene als Tätlichkeit und zeigte Fasel die Rote Karte. »Wir hatten mehrfach die Chance auf 0:4 zu erhöhen.Ich hatte die Jungs gewarnt, dass es bei einem Anschlußtor nochmal sehr hitzig wird. Die Überzahl hat uns natürlich in die Karten gespielt.« Marius Wingenbach sorgte in der 77. Minute mit dem 1:4 für die endgültige Entscheidung. »Ich denke der Sieg war auch in der Höhe verdient.« lobte Mrkalj, während Fischer fehlende Reife und Abgezocktheit seiner Mannschaft attestierte. Weiter geht es für die Mendiger am Samstag, 22. August, 18.30 Uhr, an der Brauerstraße gegen Tabellenführer Metternich.
Die SG Maifeld-Elztal muss reisen. Am Sonntag, 23. August, spielt man um 14.45 in Liebshausen gegen die SG ALM Liebshausen.