Simone Wunder

Nach 47 Jahren verabschiedet

Der Vorsitzende Walter Merten (r.) und die 2. Vorsitzende Hiltrud Rech bei der Verabschiedung von Klaus Bierbrauer.

Der Vorsitzende Walter Merten (r.) und die 2. Vorsitzende Hiltrud Rech bei der Verabschiedung von Klaus Bierbrauer.

Bild: G. Heimermann

Wanderath. „Heute geht zu Ende, was nahezu ein halbes Jahrhundert einfach zusammengehörte: Chorleiter Klaus Bierbrauer und der Kirchenchor Cäcilia Wanderath“, sagte Vorsitzender Walter Merten anlässlich einer Erfolgsgeschichte, wie es sie, wenn überhaupt, nur sehr selten bei Chorgemeinschaften gibt.  „Seit der Gründung des Chores, seit September 1979, also seit 47 Jahren, ist Klaus unser Chorleiter gewesen. Für uns war es ein Glücksfall, dass Trude Schlich ihn für den Kirchenchor gewinnen konnte“, betonte Merten bei der Verabschiedung an Pfingsten. „Woche für Woche bist du bei Wind und Wetter von Polch nach Wanderath gefahren. Es waren am Schluss um die 2.000 Proben und circa 140.000 Kilometer. Viele kirchliche und weltliche Lieder für Messen, Konzerte und Hochzeiten hast du geduldig mit uns eingeübt.“
Auch während der Corona-Pandemie zeigte er vollen Einsatz. Mit vier bis fünf Sängern und Sängerinnen sorgte er für die musikalische Gestaltung der Messen. Auch bei normalen Sonntagsmessen ohne Orgelbegleitung waren Chormitglieder im Einsatz. Als Zeichen seiner Verbundenheit feierte er auch den Dankgottesdienst zur Goldenen Hochzeit zusammen mit dem Chor in der Wanderather Kirche. In Erinnerung rief Merten tolle Erlebnisse bei Ausflügen, Probewochenenden und Feiern wie beispielsweise das jährliche Cäcilienfest.
Ein besonderer Dank galt seiner Ehefrau Dorothee, die ihm immer zur Seite stand und ihm für seine verschiedenen Chortätigkeiten den Rücken freigehalten hat. Merten wünschte dem Ehepaar für den weiteren Lebensweg alles Gute. Für eine geplante Urlaubsreise gab es eine finanzielle Unterstützung, für den scheidenden Chorleiter ein Fotoalbum und ein Blumenstrauß für die Ehefrau. Dekan Jörg Schuh zeigte in seiner Rede Verständnis für die Entscheidung, die Tätigkeit als Chorleiter aus privaten Gründen zu beenden. Er dankte für die Treue, Verlässlichkeit und das große Engagement. Marek Jost vom Pastoralen Raum Mayen würdigte ebenfalls das langjährige Engagement. Gerd Bungarten, Vorsitzender vom Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Jodokus, bedankte sich für viele Einsätze bei Gottesdiensten und Chorproben und macht dies an Zahlen fest. Die Messe an Pfingsten wurde natürlich vom Kirchenchor musikalisch gestaltet und an der Orgel vom leitenden Kantor Volker Kaufung begleitet.