Jutta Kruft

Unterschiedliche Entwicklung am Arbeitsmarkt in Koblenz und Mayen-Koblenz

Die Agentur für Arbeit legt den Arbeitsmarktbericht für September vor. (Symbolfoto)

Die Agentur für Arbeit legt den Arbeitsmarktbericht für September vor. (Symbolfoto)

Bild: Agentur für Arbeit

Mayen-Koblenz. In der Stadt Koblenz ist die Arbeitslosigkeit im September zurückgegangen. 4.222 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das sind 116 weniger als im August und 30 weniger als im September des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres.
Im Landkreis Mayen-Koblenz ist die Arbeitslosigkeit dagegen leicht gestiegen. 4.971 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das sind 39 mehr als im August und 212 mehr als im September des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 4,0 Prozent gelegen.
Damit zeigt sich zum Ende der Sommermonate ein unterschiedliches Bild in den beiden Regionen. Während in Koblenz die Arbeitslosigkeit sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen ist, liegt sie im Landkreis Mayen-Koblenz über beiden Vergleichswerten.
„Die Entwicklung im September zeigt, dass wir regional Unterschiede sehen“, sagt Stefanie Adam, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen. „Während in Koblenz nach den Sommermonaten wieder etwas mehr Bewegung in den Arbeitsmarkt kommt, sehen wir im Landkreis Mayen-Koblenz einen leichten Anstieg. Insgesamt bleiben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen herausfordernd und die Unternehmen agieren bei Neueinstellungen weiterhin vorsichtig.“
Auch auf der Stellenseite zeigt sich diese Zurückhaltung. In Koblenz und im Landkreis Mayen-Koblenz gingen beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und des Jobcenters der Stadt Koblenz im September insgesamt 532 neue Stellenmeldungen ein. Das sind 74 weniger als im August und 41 weniger als im September des vergangenen Jahres. Insgesamt waren 2.359 freie Arbeitsstellen bei der Arbeitsagentur gemeldet.
Die meisten Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es derzeit bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, im Handel und in der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. Weitere Arbeitskräfte werden unter anderem in den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, im Verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe sowie in der öffentlichen Verwaltung gesucht.
„Trotz der verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklung gibt es weiterhin Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region“, so Adam. „Gleichzeitig lohnt es sich für Unternehmen, stärker auf die Potenziale der eigenen Beschäftigten zu schauen. Nicht jede offene Stelle muss ausschließlich durch eine Neueinstellung besetzt werden. Weiterbildung kann dabei helfen, vorhandene Kompetenzen auszubauen und Mitarbeitende für neue oder veränderte Aufgaben zu qualifizieren.“
Unterstützung bietet dabei die Beschäftigtenqualifizierung im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Agentur für Arbeit Weiterbildungskosten übernehmen und Zuschüsse zum Arbeitsentgelt während einer Qualifizierung gewähren. Damit können Unternehmen ihre Beschäftigten auf veränderte Tätigkeiten, neue Technologien oder strukturelle Veränderungen vorbereiten und gleichzeitig Fachkräfte im eigenen Betrieb halten.
„Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist Weiterbildung eine Investition in die Zukunft“, betont Adam. „Unternehmen können damit vorhandenes Know-how sichern und gleichzeitig die Kompetenzen aufbauen, die sie künftig benötigen. Unser Arbeitgeber-Service berät Betriebe individuell dazu, welche Qualifizierungen sinnvoll sind und welche Fördermöglichkeiten infrage kommen.“
Für Beschäftigte und Arbeitsuchende können Weiterbildung und Qualifizierung ebenfalls neue berufliche Perspektiven eröffnen. Auch hier ist die Agentur für Arbeit die richtige Ansprechpartnerin, um zu passenden Angeboten und individuellen Fördermöglichkeiten zu beraten.