Claudia Neumann

Hochschule Trier und Wirtschaft stärken MINT-Bildung in der Region

Trier/Föhren/Region. Neuer außerschulischer Lernort an der Hochschule Trier und Materialsets für Schulen im Landkreis Trier-Saarburg
MINT-Space-Eröffnung

MINT-Space-Eröffnung

Bild: Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz

In der Region Trier wird die MINT-Strategie des Landes weiter ausgebaut. Das rheinland-pfälzische Ministerium für Bildung fördert gemeinsam mit regionalen Stiftungen den neuen außerschulischen Lernort MINT-Space an der Hochschule Trier. Parallel dazu unterstützt das auf regenerative Energien spezialisierte Unternehmen Schoenergie im Landkreis Trier-Saarburg vier Schulen mit den Materialsets City 4 Future im MINT HUB der IHK Trier.

Bildungsminister Sven Teuber informierte sich an beiden Standorten über die Umsetzung der landesweiten MINT-Strategie. Trier sei damit erneut ein starker MINT-Standort innerhalb eines starken MINT-Landes, das seit 2016 systematisch im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ausgebaut werde, erklärte Teuber.

MINT-Space an der Hochschule Trier

Die Hochschule Trier, bereits mehrfach geförderter Projektträger im Landesprogramm MINT-Regionen, hat den MINT-Space als außerschulischen Lernort eröffnet. Ausgestattet mit Materialsets und einem praxis- sowie kompetenzorientierten Bildungsangebot steht der Lernort Schulen der Region für Kooperationen mit der Hochschule zur Verfügung.

Der MINT-Space richtet sich vor allem an Schüler der Realschulen Plus. Ziel ist es, Fähigkeiten, Interessen und Talente in den MINT-Fächern zu entdecken und zu stärken. Der Fokus liegt auf der Erweiterung eigener Perspektiven und Erfahrungen, der Förderung des Interesses an praktischen und beruflichen Themen sowie dem Abbau von Berührungsängsten mit Bildung, erläuterte Prof. Dr. Beate Massa, verantwortliche Professorin für den Lernort.

Den Auftakt der Schulkooperationen bildet die Kurfürst Balduin Realschule Plus aus Trier. Im Rahmen des Ganztagsangebots wird gemeinsam mit der Hochschule eine MINT-AG umgesetzt. Dabei entstehen Bau- und Programmierungsprojekte mit Materialsets von Fischertechnik sowie ein Lehrgarten, in dem Konzepte für den Anbau und die Pflege von Nutzpflanzen entwickelt werden. Das Bildungsministerium fördert die AG-Angebote, die im MINT-Space stattfinden.

Materialsets City 4 Future von Schoenergie

Auch beim Termin beim Unternehmen Schoenergie aus Föhren wurde die regionale Kooperationsstruktur der MINT-Strategie sichtbar. Das auf Photovoltaik und Energiespeichertechnik spezialisierte Unternehmen engagiert sich gemeinsam mit der IHK Trier für die Ausstattung von Schulen in der Region mit den Materialsets City 4 Future. Die Kooperation zwischen Wirtschaft und Bildung soll einen Mehrwert für frühe berufliche Orientierung schaffen.

Schoenergie investiert mit der Förderung der Materialsets in die Vermittlung von Zukunftskompetenzen. Geschäftsführer Gerd Schöller betonte, Unternehmen trügen Verantwortung über den Markt hinaus und müssten Bildung strategisch mitdenken, um die Innovationsfähigkeit in Deutschland zu sichern.

Die IHK Trier unterstützt das Programm durch eine Rahmenvereinbarung mit der Initiative Wissensfabrik für Unternehmen der Region. Ziel ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft. Der Unternehmensverband Wissensfabrik bringt sich durch die wissenschaftlich fundierte Entwicklung der Materialsets sowie durch Kooperationsstrukturen mit Unternehmen ein. Die Bildungsprojekte verbinden Theorie und Praxis und greifen Themen wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf.

Mit den geförderten Materialsets und fachdidaktisch ausgearbeiteten Lehrerhandbüchern arbeiten künftig Schüler der Integrierten Gesamtschule Trier, der Kurfürst Balduin Realschule Plus Trier, des Stefan Andres Gymnasiums Schweich sowie der Grund- und Realschule Plus Neuerburg experimentell an Fragestellungen rund um die klimafreundliche Stadt der Zukunft. Dabei setzen sie sich mit Aspekten demokratischer Entscheidungsfindung auseinander.

Die Materialsets lassen sich passgenau in den Physikunterricht der 9. Klassen integrieren und ermöglichen leicht durchführbare Experimente zu Energiegewinnung, Energiespeicherung, Nachhaltigkeit und Klimawandel, sagte Dominik Knobloch, Schulleiter des Stefan Andres Gymnasiums Schweich.


UNTERNEHMEN DER REGION

Meistgelesen