Nico Lautwein

Starkregenvorsorge in der VG Konz: Arbeiten an Einlassbauwerken beginnen 

Konz. In der Verbandsgemeinde laufen aktuell Vorbereitungen zur Optimierung der Starkregenvorsorge. An 19 Einlassbauwerken werden in den kommenden Wochen wichtige Anpassungen vorgenommen, um die Region besser gegen Überflutungen zu wappnen.

An diesem Einlassbauwerk im Konzer Tälchen wurde der unter anderem der Winkel des Wirtschaftsweges optimiert, damit das Regenwasser besser in die Entwässerungsrinne fließen kann.

An diesem Einlassbauwerk im Konzer Tälchen wurde der unter anderem der Winkel des Wirtschaftsweges optimiert, damit das Regenwasser besser in die Entwässerungsrinne fließen kann.

Bild: Susanne Nenno

Wer derzeit an den Bächen oder in den Weinbergen der Verbandsgemeinde Konz spaziert, wird an einigen Stellen auf schweres Gerät stoßen. Bagger führen derzeit Vorbereitungen für die Optimierung der Starkregenvorsorge durch. Konkret geht es um sogenannte „Einlassbauwerke“, die an Bachverrohrungen und Entwässerungsgräben installiert sind.

Diese Bauwerke, meist aus Beton, sorgen dafür, dass Regenwasser in die Kanäle fließen kann. Sie sind mit Gittern ausgestattet, die verhindern, dass Treibgut oder Geröll die Kanäle verstopfen. Kurz gesagt: Die Einlassbauwerke verringern die Gefahr von Überflutungen, indem sie das Regenwasser effizient ableiten.

Optimierung der Einlassbauwerke

Im Rahmen des Hochwasser- und Starkregenkonzepts werden nun 19 dieser Einlassbauwerke optimiert. Die meisten der Bauwerke stammen aus den 1970er Jahren und funktionierten bei normalen Regenfällen zuverlässig. Doch aufgrund der zunehmenden Häufigkeit von Starkregenereignissen und Sturzfluten müssen die Bauwerke und ihr Umfeld an strategisch wichtigen Stellen auf größere Regenwassermengen ausgelegt werden.

In den kommenden Wochen werden die notwendigen Tiefbauarbeiten durchgeführt. An einigen Stellen wird der Ablaufwinkel von Wirtschaftswegen angepasst, um das Regenwasser besser in die Entwässerungsrinnen zu leiten. An anderen Standorten wird Platz geschaffen, um größere und teils dreidimensionale Bauwerke einzubauen, die künftig das Regenwasser besser aufnehmen können.

Arbeiten in allen Ortsgemeinden der VG Konz

Die Optimierungsmaßnahmen betreffen alle Ortsgemeinden der VG Konz. Insgesamt werden rund 180.000 Euro für die Arbeiten aufgebracht, wobei 60 Prozent der Kosten durch Fördermittel gedeckt werden. Diese Investition ist Teil der langfristigen Strategie, die Region besser vor den Auswirkungen von Starkregen und Überschwemmungen zu schützen.

Weitere Maßnahmen im Rahmen des Hochwasser- und Starkregenkonzepts

Das Tiefbauamt der Verbandsgemeinde Konz hat bereits viele Maßnahmen des Hochwasser- und Starkregenkonzepts umgesetzt. So wurden an mehreren Gefahrenstellen in der VG Konz Entwässerungsgräben baulich angepasst, etwa in Konz-Niedermennig und Tawern. In Gewässern wie dem Grawelsbach in Wiltingen wurden Steinblöcke und Sperren eingebaut, um Treibholz und Sedimente zurückzuhalten. Weitere Verbesserungen wurden im Wasserrückhalt in Wawern und Oberbillig sowie durch die Abtrennung der Waldentwässerung in Oberemmel vorgenommen, um die Kanalnetze zu entlasten.

Quelle: VG Konz


UNTERNEHMEN DER REGION

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