Julia Borsch

Bundeskanzler Merz spricht beim politischen Aschermittwoch in Trier

Trier (bor). Bundeskanzler Friedrich Merz gastierte beim politischen Aschermittwoch der CDU Rheinland-Pfalz in der Europahalle. Eine Gegendemonstration verlief friedlich.

Bundeskanzler Friedrich Merz gastierte am Abend beim politischen Aschermittwoch der CDU Rheinland-Pfalz in der Europahalle Trier. Die Landtagskandidatin der CDU für den Landkreis Trier, Franziska Lang, begrüßte die Gäste und erklärte: „Politischer Aschermittwoch heißt Klartext“.


Entscheidung für Trier vor der Landtagswahl

Merz hatte sich nach eigenen Angaben Mitte Januar entschieden, nach Trier zu kommen und nicht nach Thüringen. Hintergrund sind die bevorstehenden Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz am 22. März sowie die politische Ausgangslage: Seit 1991 stellt die CDU nicht mehr die stärkste Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag. Das zu ändern, formulierten der Kanzler sowie der CDU-Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Gordon Schnieder, in ihren Reden als erklärtes Ziel.


Merz' Frau kommt aus dem Saarland

In einer persönlichen Anekdote berichtete Merz, dass er während seiner Grundausbildung in Kusel stationiert gewesen sei. Außerdem erwähnte er, dass seine Frau aus dem Saarland kommt. Das Publikum reagierte darauf mit Raunen und bezog dies auf die zwischen Trier und dem Saarland häufig scherzhaft thematisierten Rivalitäten.


Gegendemo verlief friedlich

Die Veranstaltung wurde von einem Großaufgebot der Polizei und Sicherheitsdiensten begleitet. Vor der Europahalle war zudem eine Gegendemonstration unter dem Titel „Protest gegen Friedrich Merz‘ Auftritt in der Europahalle“ angemeldet. Nach Angaben der Polizei Trier nahmen daran rund 200 Personen teil. Weiterhin berichtet die Polizei Trier von „circa 10 Personen aus dem politisch rechten Spektrum […], die im Rahmen einer Spontanversammlung ebenfalls gegen die Politik der Bundesregierung demonstrierten.“

Mit Ausnahme einiger kurzfristiger Verkehrsbeeinträchtigungen auf den Anfahrtswegen der Politiker und im Umfeld der Europahalle verlief der Abend ohne Zwischenfälle. Polizeioberrätin Romy Berger, die Leiterin des Sondereinsatzes, zeigt sich zufrieden mit dem Ablauf des polizeilichen Einsatzes. „Durch die gute Zusammenarbeit mit den benachbarten Behörden sowie den Veranstaltungs- und Versammlungsleitungen verlief der heutige Abend in Gänze störungsfrei.“

 


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