Claudia Neumann

Verknotete Kunst, verbindende Botschaft

Schweich/Trier. Erstmals mit 2000 Euro dotiert: Der „Genius-Kunstpreis“ geht an Anne Arend-Schulten und Barbara Guthy für ihre raumgreifende Installation „40 Knoten“

Vor den Werken der Preisträgerinnen: Der Leiter der Europäischen Kunstakademie Trier Simon Santschi, Kulturdezernent Markus Nöhl, Preisträgerin Barbara Guthy, Präsidentin RC Schweich Römische Weinstraße Vera Kölbel, Preisträgerin Anne Arend-Schulten und Jean Luc Caspers, Vorsitzender der Gesellschaft für Bildende Kunst e.V. Trier.

Vor den Werken der Preisträgerinnen: Der Leiter der Europäischen Kunstakademie Trier Simon Santschi, Kulturdezernent Markus Nöhl, Preisträgerin Barbara Guthy, Präsidentin RC Schweich Römische Weinstraße Vera Kölbel, Preisträgerin Anne Arend-Schulten und Jean Luc Caspers, Vorsitzender der Gesellschaft für Bildende Kunst e.V. Trier.

Bild: Heidi Neyses-Wimmer

Der neu benannte „Genius-Kunstpreis“ des Rotary Clubs Schweich Römische Weinstraße ist erstmals gemeinsam mit der Gesellschaft für Bildende Kunst Trier verliehen worden. Die Auszeichnung ging an das Künstlerinnen-Duo Anne Arend-Schulten und Barbara Guthy für ihre Installation „40 Knoten“. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Finissage der Ausstellung „Nodes“ in der Kunsthalle der Europäischen Kunstakademie Trier statt.

2000 Euro für künstlerische Spitzenleistung

Der Preis wurde zum dritten Mal vergeben, zum ersten Mal jedoch mit einem Preisgeld in Höhe von 2000 Euro dotiert. Die Summe stellte der Förderverein des Rotary Clubs Schweich Römische Weinstraße bereit. Damit erhielten beide Künstlerinnen jeweils 1000 Euro. Zusätzlich zur Urkunde wurde beiden eine kleine Genius-Figur überreicht – ein Nachguss des Maskottchens des Clubs, das 2015 bei Detzem entdeckt wurde. Die Figur stammt aus einer römischen Villa des 3. Jahrhunderts nach Christus.

Auswahl aus sechs internationalen Duos

Die Jury wählte das Duo Arend-Schulten und Guthy aus sechs beteiligten Künstler-Duos aus. Jedes Duo bestand aus einem Mitglied der Gesellschaft für Bildende Kunst Trier und einem eingeladenen Gast. Anne Arend-Schulten ist Mitglied der Gesellschaft, Barbara Guthy wurde von ihr eingeladen. Gemeinsam entwickelten sie das Werk „40 Knoten“, das sich durch seine raumgreifende Wirkung und tiefe Symbolik auszeichnete.

Installation mit Tiefgang

Die Arbeit „40 Knoten“ besteht aus überdimensionalen Knoten, gefertigt aus dicken Holzwolle-Seilen. Die Seile hängen raumhoch von der Decke und winden sich in Kreisform auf den Boden. Ergänzt wird die Installation durch kleinere, ineinander verschlungene Knoten sowie eine bearbeitete Marienfigur, die mit Wachs überformt wurde. Das Thema der Ausstellung „Nodes“ – zu Deutsch: Knoten – wurde damit sowohl metaphorisch als auch physisch interpretiert.

Internationale Dimension des Projekts

Kulturdezernent Markus Nöhl würdigte das Projekt als „Kooperation in der Kulturlandschaft der Region“ und hob hervor, dass die Beteiligung von Kunstschaffenden aus der Schweiz, Luxemburg, Frankreich und Spanien dem Projekt eine internationale Dimension verleihe.

Dank an Unterstützende

Jean Luc Caspers, Kurator der Ausstellung und Vorsitzender der Gesellschaft für Bildende Kunst Trier, dankte Simon Santschi, dem Leiter der Europäischen Kunstakademie, für die Zusammenarbeit. Ebenso würdigte er Gabriele Lohberg, die als Mitglied des Rotary Clubs die Gespräche zur Preisvergabe initiiert hatte.

Die Präsidentin des Rotary Clubs Schweich Römische Weinstraße, Vera Kölbel, überreichte den Preis persönlich und lobte das Engagement von Margit Eberhard-Wabnitz, Gabriele Lohberg, Heidi Neyses-Wimmer und Franz Basten, der den Preisvertrag juristisch begleitete.

Nachhaltiges Engagement für Kunst und Bildung

Mit dem Genius-Preis sollen alle zwei Jahre herausragende Kunstwerke ausgezeichnet werden. Neben dem Kunstpreis unterstützt der Rotary Club auch kulturelle und soziale Projekte in der Region. In den Ferien wird erneut ein Kunstprojekt für Schülerinnen und Schüler in der Verbandsgemeinde Schweich gefördert.

Der Club plant, in den kommenden sechs Jahren Mittel für insgesamt drei Genius-Preise bereitzustellen.