Claudia Neumann

+++ Update +++ Schwerer Unfall auf der B51: Aufwendige Lkw-Bergung sorgt für massives Verkehrschaos

Newel. Lkw kippt nach Ausweichmanöver um – Pkw-Fahrer lebensgefährlich verletzt. B51 zwischen Hohensonne und Newel noch mehrere Stunden gesperrt.

+++ Update 14.20 Uhr +++

Auf der B51 zwischen Hohensonne und Newel hat sich am Donnerstagmorgen gegen 10 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein Pkw-Fahrer wurde lebensgefährlich, ein Lkw-Fahrer schwer verletzt. Die Bundesstraße bleibt voraussichtlich noch mehrere Stunden gesperrt. Rund um die Unfallstelle kommt es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und kilometerlangen Rückstaus.

Pkw gerät auf Gegenfahrbahn

Nach dem bisherigen Stand der polizeilichen Ermittlungen war der Pkw aus Richtung Bitburg unterwegs und soll bereits vor dem Unfall mehrfach nach rechts gegen die Leitplanke geraten sein. Anschließend kam das Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn. Ein aus Richtung Trier entgegenkommender Lkw musste ausweichen und kippte dabei um. Ob es zu einer direkten Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen kam, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

Bei dem Pkw handelt es sich um ein Fahrzeug aus Luxemburg. Der Lkw gehört zu einem Unternehmen aus dem Landkreis Trier-Saarburg und hatte rund 24.000 Liter Milch geladen. Eine geringe Menge der Ladung trat infolge des Unfalls aus.

Auch ein Hund, der sich im Pkw befand, musste medizinisch versorgt werden. Er wurde anschließend zur weiteren Behandlung in eine Tierklinik gebracht.

Lkw-Fahrer über Dach gerettet

Besonders aufwendig gestaltete sich die Rettung des schwer verletzten Lkw-Fahrers. Er konnte sein Führerhaus nicht selbstständig verlassen und musste von der Feuerwehr mit schwerem Rettungsgerät befreit werden.

Die Fahrerkabine des umgekippten Lastwagens hing teilweise über einem Abgrund. Ein Öffnen der Fahrertür wäre für den Verletzten mit erheblicher Gefahr verbunden gewesen, da die Tür aufgrund der Lage des Fahrzeugs praktisch wie eine Falltür nach unten geöffnet hätte.

Die Einsatzkräfte entschieden sich deshalb für eine möglichst schonende und patientengerechte Rettung über das Dach der Fahrerkabine. Hierzu musste das Dach mit schwerem hydraulischem Rettungsgerät aufgeschnitten und geöffnet werden. Anschließend konnte der Fahrer kontrolliert aus dem Führerhaus gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden.

Der Lkw-Fahrer erlitt schwere Verletzungen. Der Fahrer des Pkw wurde lebensgefährlich verletzt. Beide wurden zur weiteren medizinischen Versorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Gutachter beendet Arbeiten – Bergung dauert an

Die Staatsanwaltschaft Trier ordnete zur Klärung des genauen Unfallhergangs ein Gutachten an. Der Gutachter beendete seine Arbeiten an der Unfallstelle gegen 13 Uhr. Im Anschluss begann die Vorbereitung der aufwendigen Bergung des umgekippten Milchtanklasters, für die unter anderem ein Kran benötigt wird.

Die Bergungsarbeiten werden zusätzlich dadurch erschwert, dass unmittelbar über der Unfallstelle eine große Überlandstromleitung verläuft. Dadurch kann der eingesetzte Kran möglicherweise nicht in der eigentlich erforderlichen Höhe ausgefahren werden. Die Bergung dürfte daher noch mehrere Stunden dauern. Anschließend müssen die Fahrbahn gereinigt und die Unfallstelle vollständig geräumt werden.

Kilometerlange Rückstaus und Probleme auf Nebenstrecken

Vor der Sperrung der B51 hat sich inzwischen ein kilometerlanger Rückstau gebildet. Der Verkehr wird derzeit über die Brücke bei Hohensonne geführt und anschließend wieder zurück in Fahrtrichtung Trier geleitet.

Besonders problematisch ist die Situation für den Schwerlastverkehr. Zahlreiche Lkw-Fahrer sollen die eingerichtete Umleitung nicht befolgen und stattdessen versuchen, über Nebenstrecken in Richtung Kersch auszuweichen. Insbesondere auf der K1 zwischen Olk und Kersch führte dies zu erheblichen Problemen. Die Straße ist zu schmal und für starken Lkw-Verkehr nicht geeignet. Begegnungsverkehr mit Lastwagen ist dort kaum möglich.

Die Polizei hat deshalb gemeinsam mit dem Landesbetrieb Mobilität weitere Maßnahmen zur Sperrung der Strecke veranlasst. Sie appelliert insbesondere an Lkw-Fahrer, die K1 sowie landwirtschaftliche Verkehrswege unbedingt zu meiden und der ausgeschilderten Umleitung zu folgen.

Für den Lkw-Verkehr bedeutet dies einen erheblichen Umweg: Der Verkehr muss zunächst über die B51 zurück in Richtung Trier und kann anschließend unter anderem über A64, A602 und A1 in Richtung Moseltal sowie weiter über das Kreuz Wittlich und die A60 zurück in Richtung Bitburg geführt werden.

Zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort

Im Großeinsatz waren die FEZ und die Wehrleitung sowie die Führungsunterstützung der VG Trier-Land. Zudem waren die Feuerwehren aus Aach, Newel, Sirzenich, Olk und Welschbillig sowie Kräfte der Berufsfeuerwehr Trier und der Feuerwehr Schweich im Einsatz.

Weiterhin waren ein Notarzt mit dem Rettungshubschrauber Air Rescue 3 sowie zwei Rettungswagen der Berufsfeuerwehr Trier vor Ort. Ebenfalls im Einsatz waren die Polizei Trier, ein Unfallgutachter sowie ein Bergungsunternehmen aus Trier.

Die Sperrung der B51 zwischen Hohensonne und Newel wird aufgrund der schwierigen Bergungsarbeiten voraussichtlich noch mehrere Stunden andauern.

Text: Florian Blaes

+++ Update 11.45 Uhr +++

Auf der B51 zwischen Hohensonne und Newel hat sich am Donnerstagmorgen gegen 10 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Lkw und einem Pkw ereignet. Die Bundesstraße ist in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt.

Pkw gerät auf Gegenfahrbahn

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei dürfte der Pkw aus Richtung Bitburg gekommen sein und bereits vor dem Unfall mehrfach nach rechts gegen die Leitplanke gefahren sein. Anschließend geriet das Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn. Dort kam ihm ein Lkw aus Richtung Trier entgegen.

Der Lkw-Fahrer musste ausweichen und kippte infolgedessen mit seinem Fahrzeug um. Ob es zu einer Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen kam, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Gutachten soll Unfallhergang klären

Der Lkw-Fahrer wurde schwer, der Pkw-Fahrer lebensgefährlich verletzt. Beide wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch ein Hund, der sich im Pkw befand, wurde medizinisch versorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in eine Tierklinik gebracht.

Die Staatsanwaltschaft Trier hat ein Gutachten angeordnet. Die B51 bleibt für die Erstellung des Gutachtens, die Bergung der Fahrzeuge und die Reinigung der Fahrbahn noch mehrere Stunden gesperrt. Eine Umleitung wurde eingerichtet.

Verkehrsteilnehmer werden gebeten, eine Rettungsgasse zu bilden und die Rettungswege freizuhalten.

+++ Ursprüngliche Meldung +++

Die B51 ist zwischen Newel und Hohensonne nach einem schweren Verkehrsunfall derzeit in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt. Das teilt die Polizei mit.

Verkehrsteilnehmer werden dringend gebeten, eine Rettungsgasse zu bilden und die Rettungswege freizuhalten.