Danke Samuel Fitwi Sibhatu!
Gerolstein. In Gerolstein wurden Laufschuhe »für den guten Zweck« geschnürt und Spenden »erlaufen«.
Samu, wie er freundschaftlich von seinen früheren Trainingspartnern der LG Vulkaneifel genannt wird, nimmt sich – trotz seiner internationalen, sportlichen Erfolgskarriere – Zeit, um sich für die Menschen seiner neue Heimat »Eifel« einzusetzen. Er hat hier viele Freunde gewonnen, seit er seine Geburtsstadt Mai Weyni in Eritrea im Alter von 17 Jahren auf der Flucht vor dem Militärregime hinter sich lassen musste.
Gemeinsam mit seinen Freunden – Trainer Yannik Duppich und Manager Jörg Ullmann – animierte der deutsche Rekordhalter im Marathon zum zweiten Mal Fans – ob groß oder klein, jung oder alt, mehr oder weniger sportlich, zu einem Spendenlauf. Bei strahlendem Sonnenschein freuten sich rund 150 Sportliche darauf, zusammen mit dem Deutschen Meister auf dem Gerolsteiner Sportplatz Runden zu drehen und auf einer weiteren Lauf-Strecke durchzustarten. Teams des SV Gerolstein 1919, Handballer, Schüler St.-Matthias-Gymnasium Gerolstein, Team WesteifelWerke, Triathlon-Teilnehmer des letzten Wochenendes, Rolli-Fahrer und viele mehr...jeder von ihnen »Sportler mit Herz« fanden sich am Start ein – bejubelt von ebenso vielen Zuschauern.
Moderator Alois Manstein erklärte die Regeln: »Je nach Kondition besteht die Möglichkeit, gemeinsam fünf, zehn oder fünfzehn Kilometer für den guten Zweck zu laufen. Samuels Sponsor, die Kreissparkasse Vulkaneifel, spendet für jeden Teilnehmer fünf Euro. Der Spendenerlös geht in diesem Jahr an ,Nestwärme‘ und ,Mal bewegen‘«.
Am Infostand »Nestwärme« erläuterten Petra Maske, Claudia Heidger, Peter Berg und Dirk Hense, wie wichtig die Unterstützungsangebote für die schwerstbehinderten und lebensverkürzend erkrankten Kinder und Jugendliche ist. »Kinderhospiz auf dem Petrisberg in Trier« ist eines der Projekte.
Die Stiftung »Mal bewegen« wurde von dem Orthopäden Dr. Jens Enneper, gegründet. Fitwis Sportarzt fördert den Zugang zu Sport und Bewegung für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche.
Organisator Michael Reinarz sieht in Fitwi einen großartigen Botschafter für unsere Region: »Mit seinem Einsatz beim Vulkaneifel-Triathlon und nun mit dem Spendenlauf in Gerolstein zeigt er, dass ihm die Gemeinschaft am Herzen liegt. Er verbindet sportliche Leidenschaft mit sozialem Engagement und inspiriert damit viele Menschen hier vor Ort.« Samuel Fitwi reagiert auf Lob sympathisch, bescheiden und mit Dankbarkeit: »Ich möchte etwas zurückgeben, denn ich habe hier eine Heimat gefunden!«
Wie im letzten Jahr, wird die Veranstaltung unterstützt durch mehrere Partner, zu denen auch Kreissparkasse Vulkaneifel, Gerolsteiner und der Landbäckerei Roden gehören.
Darüber hinaus bietet Alex Schmitz, Brands-Manager des Ausrüsters »ON«, an diesem Tag die Chance zu einem kostenlosen Sportschuh-Testing. Neu dabei ist auch der Landessportbund RLP mit seiner Abteilung »Integration durch Sport«, vertreten durch Marlene Wienold und Christian Bürkel: »Wir sind stolz darauf, dass Samuel für uns als Markenbotschafter tätig ist. Er ist ein Vorbild für gelungene Integration«.
Für Speisen und Getränke zum Spendenlauf war reichlich gesorgt Im Anschluss an das sportliche Event stand Samuel für persönliche Gespräche und Autogramme zur Verfügung. Geduldig erfüllte er alle Fotowünsche.
Nach dem Kinderballonstart erhob sich der Heißluftballon der Kreissparkasse in die Lüfte. Alois Manstein konnte die Summe von Dreitausend Euro für den guten Zweck bekanntgeben: 6.000 Euro. Die Gelder gehen je zur Hälfte an Nestwärme Trier e.V. und an die Dr. Jens Enepper Stiftung.
Samuel Fitwi sagte zum Abschluss, wie sehr er sich darüber gefreut habe, viele Läufer und Sportbegeisterte in Gerolstein wieder zu sehen.
Von Sydney – über Gerolstein – geht es für ihn jetzt weiter nach Valencia. Der nächste Marathon wartet.