Nikolas Leube

Zutraulicher Fuchs auf Parkplatz an der B51: Autofahrer beobachtet ungewöhnliches Verhalten

Prüm/Stadtkyll. Ein Autofahrer hat auf einem Parkplatz an der B51 einen ungewöhnlich zutraulichen Fuchs beobachtet. Videos der Begegnung wurden dem Kreisjagdmeister vorgelegt.

Bild: WochenSpiegel-Leser

Ein Autofahrer hat auf einem Parkplatz an der B51 zwischen Prüm und Stadtkyll auf Höhe des Weilers Neureuth eine ungewöhnliche Begegnung mit einem Fuchs erlebt. Aus seinem Fahrzeug heraus beobachtete er, wie sich das Tier mehrfach dem Auto näherte, daran vorbeistreifte und in unmittelbarer Nähe blieb.

Selbst als der Fahrer die Autotür öffnete, entfernte sich der Fuchs nicht. Stattdessen blieb er nur wenige Meter neben dem Fahrzeug stehen. Der Autofahrer filmte die Begegnung. Die Aufnahmen liegen dem WochenSpiegel vor. Nach Angaben des Autofahrers wurde das Tier weder gefüttert noch angelockt.

Videos dem Kreisjagdmeister vorgelegt

Der WochenSpiegel legte die Videos Gerd Grebener, Kreisjagdmeister im Eifelkreis Bitburg-Prüm, zur Einschätzung vor. Auf den Aufnahmen wirke der Fuchs gesund und wohlgenährt. Sein Fell mache einen guten Eindruck, Hinweise auf eine Krankheit seien nicht erkennbar.

Füchse nähern sich Menschen häufig dann, wenn sie krank sind, etwa bei Räude oder Tollwut. Dass sich ein gesund wirkendes Tier Menschen oder Autos so stark annähert, sei jedoch äußerst ungewöhnlich.

Mögliche Erklärung für das Verhalten

Als mögliche Erklärung nennt Grebener, dass der Fuchs am Auto oder aus dem Fahrzeug heraus Nahrung gewittert haben könnte oder auf dem Parkplatz regelmäßig Nahrung findet, die von Menschen zurückgelassen wurde. Dass sich das Tier auch nicht entfernte, als der Fahrer die Autotür öffnete, könnte darauf hindeuten, dass es an Menschen gewöhnt ist – etwa weil es wiederholt aus Fahrzeugen gefüttert wurde. Das würde auch erklären, warum der Fuchs auf den Aufnahmen so gut genährt wirkt.

Wildtiere nicht füttern oder anfassen

Der Kreisjagdmeister weist deshalb darauf hin, dass Wildtiere grundsätzlich nicht gefüttert oder angefasst werden sollten. Auch Lebensmittelreste sollten nicht auf Parkplätzen oder in der Natur zurückgelassen werden.

Ein Grund dafür ist auch die Afrikanische Schweinepest (ASP). Dabei handelt es sich um eine hoch ansteckende Virusinfektion, die für Haus- und Wildschweine fast immer tödlich verläuft. Für Menschen ist der Erreger ungefährlich. Die Krankheit kann unter anderem über Lebensmittelreste wie Wurst- oder Fleischwaren sowie über kontaminierte Gegenstände übertragen werden.

Deshalb gilt: Lebensmittelreste sollten nicht in der Natur entsorgt werden.

Wer den Fuchs auf dem Parkplatz ebenfalls beobachtet hat, kann sich per E-Mail an die Redaktion wenden: red-pruem@weiss-verlag.de