

Eine schwarze Rauchsäule hat am Dienstag gegen 16 Uhr einen Großeinsatz im Gewerbepark Pferdsfeld ausgelöst. Auf dem früheren Bundeswehr-Fliegerhorst, der 1997 geschlossen wurde, war zunächst ein Gebäudebrand gemeldet worden. Schon kurz darauf wurde das Stichwort auf Industriebrand erhöht. Nach Angaben von Einsatzleiter Max Kraushaar brannte ein Technikgebäude von etwa sechs mal sechs Metern. Darin befanden sich Schaltschränke und Wechselrichter einer rund 370 Kilowatt starken Photovoltaik-Industrieanlage. Direkt daneben liegt eine Halle, deren Dach mit Modulen belegt ist und in der Hackschnitzel lagern. Für die Feuerwehr war von Beginn an klar: Ein Übergreifen auf die Halle musste verhindert werden.
Industriebrand im Gewerbepark Pferdsfeld
Die ersteintreffenden Kräfte berichteten von brennenden Schaltschränken und Wechselrichtern, die knallten „wie ein Silvesterfeuerwerk“. Rund 50 Einsatzkräfte aus Bad Sobernheim, Monzingen, Seesbach, Winterbach und Daubach rückten an. Zusätzlich kam ein Tanklöschfahrzeug mit 5.000 Litern Wasser aus Bockenau. Mit Pendelverkehr, einer rund 500 Meter langen Schlauchleitung und vier C-Rohren gingen die Trupps mit ausreichendem Abstand gegen Flammen vor. Eingesetzt wurde auch Schaummittel.
Der Brand war schnell unter Kontrolle, die angebaute Lagerhalle konnte gehalten werden. Danach entstand jedoch eine heikle Lage: Bei fast wolkenlosem Himmel produzierte die PV-Anlage weiter Strom, während Steuerung und Wechselrichter zerstört waren. Aus dem Löschschaum stieg beißender Rauch auf – ein ungewöhnliches Bild, weil Schaum Feuer normalerweise erstickt. Nach ersten Einschätzungen standen noch rund 350 Kilowatt an, die sich zunächst nicht abschalten ließen.
Deshalb wurden Fachleute von Westnetz und Elektriker an die Einsatzstelle gerufen. Einsatzleiter Kraushaar wurde vom stellvertretenden Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Christian Kleinschmidt unterstützt. Die Feuerwehr blieb zur Kontrolle vor Ort.



