

Kein Jahr ohne Naheweinmajestät - so war es bisher immer . . . fast immer. Im ver-gangenen Jahr musste die Majestäten-Wahl aufgrund mangelnder Bewerbungen erstmals vom Verein »Weinland Nahe« abgesagt werden. Damit sich das (wenn möglich) nicht wiederholt, macht sich die Gebietsweinwerbung nun mit einem neu-en Konzept auf die Suche nach Weinrepräsentanten. »Wir wollen etwas verändern und das Amt attraktiver für junge Menschen gestalten«, umschreibt Geschäftsführe-rin Lara Mindnich, die neue Strategie. Dafür hat in den vergangenen Monaten ein Arbeitskreis die Rolle einer Weinmajestät neu gedacht: Moderner, aktiver, näher an der Region und stärker an der Zukunft orientiert soll das Amt künftig sein. Oder, wie Levin McKenzie (Weinkönig 2024/2025 aus Rheinhessen) es ausdrückt: »Das erar-beitete Konzept ist eine richtungsweisende Modernisierung des Amts der Weinma-jestät und verdeutlicht die vielen Möglichkeiten im geilsten Job deines Lebens.«
Was ist neu: Im Mittelpunkt steht nicht mehr allein die klassische Repräsentation, sondern die aktive Mitgestaltung und Mitentwicklung von Image und Kommunikati-on der Weinregion. So wird die ausgewählte Person eine aktive Rolle bei Veranstal-tungen, Dialogformaten und in der digitalen Kommunikation übernehmen. Zugleich werden vielfältige Möglichkeiten der persönlichen Weiterentwicklung eröffnet. »Die Naheweinmajestät wird Teil eines strukturellen Entwicklungspro-gramms. Gezielte Schulungen unter anderem in den Bereichen Rhetorik, Englisch und Weinfachwissen werden geboten. Individuelle Schwerpunkte können gesetzt werden. Ziel ist es, Kompetenzen aufzubauen und die Persönlichkeit zu stärken«, so Mindnich.
Das Team von »Weinland Nahe« wird während des Amtsjahres eine intensive Unterstützung gewährleisten. Ergänzend steht das Netzwerk ehemaliger Amtsinhaberinnen und Amtsinhaber unterstützend zur Seite. »Dieses Zusammenspiel schafft einen verlässlichen Rahmen und ermöglicht gleichzeitig individuelle Entfaltung«, so die ehemalige Naheweinmajestät Pauline Baumberger-Brand. Weitere Neuerungen: Das Amt wird mit einer klar definierten Wochenarbeitszeit ausgestattet und durch die Geschäftsstelle wird auf Minijob-Basis entlohnt. »Die Nahe braucht authentische Stimmen, die zeigen, wie vielfältig und lebendig unsere Wein- und Kulturlandschaft ist«, lädt die Vorsitzende Anja Moser dazu ein, sich für das Amt zu bewerben.
Interessierte können sich bis 10. August bewerben. Eine enge Verbindung zur Nahe sowie ein Führer-schein werden vorausgesetzt. Fachliche Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich. Die Auswahl erfolgt in einem vertraulichen Verfahren durch ein fachkundig besetztes Gremium. Am 7. November 2026 wird verkündet, wer neue Naheweinmajestät wird.
Interessierte haben die Möglichkeit, am 24. Juni, 19 Uhr, in der Naheweinvinothek in Bad Kreuznach an einer Informationsveranstaltung teilzunehmen und direkt mit ehemaligen Amtsinhaberinnen und Amtsinhabern auszutauschen. Weitere Informationen: Telefon 06 71 / 8 34 05 0; E-Mail I.mindnich@weinland-nahe.de; www.weinland-nahe.de




