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Robert Syska

Ausbildungsmesse: Umgekehrte Vorzeichen, Aussteller dennoch zufrieden

Idar-Oberstein. Die Aussteller der Karrieremesse ziehen eine positive Bilanz - auch wenn sie mittlerweile diejenigen sind, die sich bewerben müssen.

Mehr als 80 Firmen und Einrichtungen warben auf der Karrieremesse 2023 um Nachwuchs.

Mehr als 80 Firmen und Einrichtungen warben auf der Karrieremesse 2023 um Nachwuchs.

Bild: Jörg Staiber

von unserem Mitarbeiter Jörg Staiber

»Früher haben sich die jungen Leute bei den Firmen beworben, heute ist es umgekehrt«, umreißt Stephan Dreher, Ausbildungsleiter bei der Herrsteiner Firma Effgen Lapport, die Situation vieler Betriebe. »Das Handwerk ist für viele junge Menschen in den Hintergrund geraten, viele setzen auf die IT-Schiene oder ein Studium«, bestätigt auch Juri Krieger, der die Ausbildung bei der Birkenfelder Metallbauteile-Hersteller Voestalpine leitet. Selbst die Verlockungen hoher und sicherer Einkommen im Handwerk mit vielfältigen beruflichen Weiterentwicklungsmöglichkeiten sind für viele kein ausreichender Anreiz für eine gewerbliche Ausbildung. Und so waren es vor allem mittelständische Handwerker und Industriebetriebe aus der Region, die sich auf der Karrieremesse 2023 in der Messe Idar-Oberstein präsentierten und nach geeignetem und interessierten Nachwuchs Ausschau hielten. Aber auch Vertreter von Dienstleistern, Banken, Versicherungen, Pflegeeinrichtungen, Verwaltungen, Schmuck- und Edelsteinbetrieben oder Polizei und Bundeswehr warben um künftige Mitarbeiter. Erstmals vertreten auf einer solchen Messe war auch die Idar-Obersteiner Niederlassung von BioNTech, die vor allem nach künftigen Biologielaboranten Ausschau hielt. Fast alle Unternehmen zeigten sich vor allem vom Andrang am Sonntag sehr angetan, als zahlreiche junge Menschen, oftmals begleitet von ihren Eltern, sich nach Ausbildungsmöglichkeiten in der Region umschauten.


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