

Entsprechende Hinweise nimmt die Stadtverwaltung ernst und geht ihnen nach, ihre Einflussmöglichkeiten auf die Wildschweinpopulation sind jedoch begrenzt. Denn Maßnahmen zur Regulierung des Wildbestandes obliegen grundsätzlich den jeweiligen Jagdausübungsberechtigten. Die Stadt greift entsprechende Hinweise jedoch auf und bringt sie immer wieder gegenüber den zuständigen Jagdpächtern zur Sprache. In diesem Zusammenhang weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass Grundstückseigentümer grundsätzlich selbst dafür verantwortlich sind, geeignete Maßnahmen zum Schutz ihrer Grundstücke zu treffen. Darüber hinaus sollten Grundstücke möglichst so unterhalten werden, dass sie Wildschweinen keine zusätzlichen Nahrungs- oder Rückzugsmöglichkeiten bieten. Damit kann auch die Gefahr einer Begegnungen mit Wildschweinen im urbanen Raum verringert werden.
Einfache Maßnahmen können Gefahren reduzieren
Aufgrund lang anhaltender Hitze und geringer Niederschläge zeichnet sich in diesem Jahr bei Eichen und Buchen eine deutlich geringere Fruchtbildung ab als in den vergangenen Jahren. Dies könnte dazu führen, dass Wildschweine auf der Suche nach alternativen Nahrungsquellen insbesondere im Herbst und Winter verstärkt in bewohnte Bereiche vordringen. Um die Tiere nicht zusätzlich anzulocken, können Grundstückseigentümer und Anwohner insbesondere folgende Maßnahmen ergreifen:
• Grundstücke wirksam sichern: Eine stabile und ausreichend widerstandsfähige Einzäunung kann das Eindringen von Wildschweinen deutlich erschweren. Hierfür eignen sich unter anderem stabile Doppelstabmattenzäune.
• Keine zugänglichen Nahrungsquellen schaffen: Müll, Biomüll oder Gelbe Säcke sollten nicht frei zugänglich auf dem Grundstück gelagert werden.
• Tierfutter nicht im Freien stehen lassen: Katzen- und Hundefutter sollte außerhalb der Fütterungszeiten nicht dauerhaft im Außenbereich verbleiben.
• Fallobst zeitnah entfernen: Befinden sich Obstbäume auf dem Grundstück, sollte herabgefallenes Obst regelmäßig und möglichst zeitnah aufgesammelt werden, um keine Nahrungsquelle für Wildschweine darzustellen.
Durch diese einfachen Maßnahmen können Bürgerinnen und Bürger dazu beitragen, Wildschweine nicht unbeabsichtigt in den Siedlungsbereich zu locken und mögliche Konflikte zwischen Mensch und Tier zu reduzieren. Darüber hinaus kann hierdurch auch die Verbreitung der Afrikanische Schweinepest (ASP) verhindert werden. Denn auch dabei spielen insbesondere weggeworfene oder für Wildschweine zugängliche Lebensmittel und Speisereste eine wesentliche Rolle. Eine konsequente Vermeidung von Futterquellen im Siedlungsbereich ist daher sowohl im Hinblick auf die Wildschweinproblematik als auch die Prävention der ASP von großer Bedeutung.




