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Stadtrat Mayen: Lukasmarkt, Nettebad und Altes Rathaus

Die Zeit drängte. Schließlich rückt der Lukasmarkt-Termin (immer ab dem zweiten Oktober-Wochenende) in greifbare Nähe. Daher wurde eine Extra-Sitzung des Stadtrates anberaumt.
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Diese fand wiederum im Bürgerhaus im Stadtteil Hausen statt, um den gebotenen Abstands- und Hygieneregeln nachzukommen. Bevor der »Haupttagesordnungspunkt« angesprochen wurde, hatten die Ratsmitglieder über die Öffnung des Hallenbads unter Corona-Bedingungen abzustimmen. Im Raum stand die Frage, ob es ein einheitliches Ticket - vier Euro sowohl für Erwachsene als auch Kinder - oder ein gestaffeltes Ticket - vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder - geben soll. Mehrheitlich sprachen sich die Ratsmitglieder für die Staffelung aus. Michael Gundert von den Stadtwerken berichtete, dass bis Ende August rund 9.000 Besucherinnen und Besucher das Nettebad in der Corona-Zeit genutzt hätten. Das brachte einen Erlös von 26.800 Euro, anstelle der eingeplanten70.000 Euro. Beim Lukasmarkt herrschte Einigkeit durch alle Fraktionen. Die Entscheidung, den Lukasmarkt abzusagen, sei ihnen nicht leichtgefallen. Die Stadtverwaltung hatte einen Alternativ-Vorschlag ausgearbeitet, der einen eingefriedeten Bereich in der Innenstadt vorsah. Doch dazu wird es auch nicht kommen. »Die Wirklichkeit hat uns überholt«, stellte Oberbürgermeister Wolfgang Treis fest. Abweichend zur Vorlage wurde der Beschlussvorschlag aufgeteilt: Erstens die Absage des Lukasmarktes und zweitens die Zurverfügungstellung von geeigneten Flächen, die die »MY-Gemeinschaft« an Mayener Schausteller vergeben kann. Die Stadt sagte eine unbürokratische Umsetzung zu und das Ordnungsamt könne die Hygiene-Konzepte überprüfen. Zum Antrag der CDU-Fraktion »Sachstand der Hotelentwicklung auf dem Schützenplatz« teilte Jürgen Heilmayer mit, dass ein rechtskräftiger Bebauungsplan vorliege. Dirk Meid (SPD) fragte nach den notwendigen Parkplätzen. Da es in der Nähe städtische Flächen (Schrebergärten) gibt, werden diese den Parkflächen weichen müssen, bestätigte Treis. Unter dem TOP »Verschiedenes« wurde die gastronomische Nutzung des Alten Rathauses angesprochen. Da sich der Investor, die Familie Pelle, die das Ristorante und die Eisdiele »Torri« am Markt unterhält, sich zurückgezogen hat, soll von Verwaltungsseite noch einmal das Gespräch gesucht werden. Bürgermeister Bernhard Mauel ließ auch die öffentlich gemachten Anschuldigungen nicht auf sich sitzen. Dies betraf das Vorgehen beim Ristorante in der Hahnengasse. Damals habe es »Irritationen, aber keinen sachlichen Anlass« gegeben. Sollte hier keine Einigung gefunden werden, greife »Plan B«, das heißt: eine neue Ausschreibung. ?