Abstrichzentrum wird ruhend gestellt

Die gemeinsam agierenden Krisenstäbe der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen haben entschieden, das Kommunale Abstrichzentrum (KAZ) im Aachener Tivoli zum 13. Juni ruhend zu stellen.
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Zum 13. Juni schließt das Kommunale Abstrichzentrum (KAZ) von Stadt und StädteRegion im Aachener Tivoli seine Pforten.

Zum 13. Juni schließt das Kommunale Abstrichzentrum (KAZ) von Stadt und StädteRegion im Aachener Tivoli seine Pforten.

Zuletzt gab es nur noch deutlich weniger als 100 Testungen pro Tag. Ein mobiles Team arbeitet weiter vom Gesundheitsamt aus gezielt in Einrichtungen und sogenannten Hotspots, also überall da, wo Corona-Infizierte entdeckt oder vermutet werden. Auch die prophylaktisch arbeitenden Beraterteams sind weiterhin unterwegs. Bei besonderen Ausbrüchen können spontan mit Hilfe der Feuerwehr Aachen weitere mobile Teams aktiv werden. Eine Reaktivierung des Abstrichzentrums ist mit 72 Stunden Vorlauf ebenfalls möglich. Die Maßnahme ist mit den beiden kassenärztlichen Vereinigungen (KV) Stadt und Land abgestimmt. Positive Testergebnisse werden auch in Zukunft beim Gesundheitsamt bearbeitet. Von dort aus erfolgt weiterhin die konsequente Kontaktpersonennachverfolgung. »Die Kommunalen Abstrichzentren haben Arztpraxen und Krankenhäuser von den Testungen entlastet, damit die sich während der ersten Phase der Pandemie auf die Behandlung der Patienten konzentrieren konnten. Jetzt haben uns die Kassenärztlichen Vereinigungen mitgeteilt, dass angesichts der geringen Nachfrage die Aufgabe wieder in den Praxen wahrgenommen werden kann«, erklärt Gesundheitsdezernent Dr. Michael Ziemons. Alle niedergelassenen Hausärzte haben jetzt noch einmal Gelegenheit, sich über das Gesundheitsamt zum Selbstkostenpreis mit Testmaterial und Schutzausrüstung zu bevorraten. Normalerweise erfolgt die Versorgung nur über die zuständige KV. Ziemons dankt besonders den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die in den Abstrichzentren arbeiten: »Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter Unfallhilfe leisten hervorragende Arbeit. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle schon jetzt ausdrücklich und von Herzen bedanken!« Insgesamt wurden bis heute etwa 22.500 Tests in Aachen und Eschweiler durchgeführt. Bereits Anfang Mai war das Abstrichzentrum in Eschweiler in mobile Teams umgewandelt worden. Auch die Räume in Eschweiler können bei Bedarf binnen weniger Stunden reaktiviert werden.


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