Bunte Blütentupfer statt Einheitsgrau

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Bunte Blütenpracht sprießt aus vormals grauer Ruine: Der Name der Rose ist »Eifeltraum«! Mit Nachbarschaftshilfe gestalteten  die Aachener Rosenfreunde liebevoll-sachkundig jetzt eine  Pflasterfläche, über  der früher ein Geschäft der Spezies »Gemischtwaren« florierte. Foto: Manfred Schmitz

Bunte Blütenpracht sprießt aus vormals grauer Ruine: Der Name der Rose ist »Eifeltraum«! Mit Nachbarschaftshilfe gestalteten die Aachener Rosenfreunde liebevoll-sachkundig jetzt eine Pflasterfläche, über der früher ein Geschäft der Spezies »Gemischtwaren« florierte. Foto: Manfred Schmitz

»Unser Monschau soll schöner werden!« Sigrid Liedtke aus Imgenbroich, Vorsitzende der »Aachener Rosenfreunde«, und ihr städteregionaler Liebhaberkreis der Königin der Blumen ließen diese jetzt sprechen. Monschau (ms). Die Mitglieder leisteten am Ende des Eifelsommers fachmännisch-floristische Nachbarschaftshilfe und präsentierten zugleich eine erfolgreiche Strategie im Kampf gegen Laden-Leerstände und optisch hässliche Gebäudelücken oder vom Zahn der Zeit ramponierte Fassaden im Herzen der historischen Rurstadt. Wo einst das Haus Laufenstraße 32 Resi Schumacher mit einem Geschäft für Haushaltwaren und Geschenkartikel eine Existenz bot, machte später ein Brand das Anwesen zur Ruine aus Schutt und Asche und zum langjährigen Schandfleck in der Altstadt. Auch in der früher benachbarten »Kleine Kneipe« fließt seit langem kein Bier mehr, das Gebäude trägt deutliche Verfallsspuren. Ein Zustand, der die Rosenfreunde nicht ruhen ließ. Liedtke: »Jetzt tut sich was! Wir bepflanzten das graue Pflaster mit edlen Rosen der Gattung ´Eifeltraum´, Klettergewächse sollen das farbenfrohe Ensemble später noch ergänzen.« Ein metallenes Sprossengerüst, an dem emporstrebende Kletter-Rosen ihrem Namen Ehre machen sollen, wurde bereits installiert. Nachahmer gesucht Sigrid Liedtke dankt Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter und deren Bauhofteam für die Unterstützung unseres gemeinnützigen Projektes. Nun hoffen die Verehrer der Rosen-Züchtung auf Nachahmer ihres guten Beispiels zu Monschaus Ortsverschönerung, damit Eifeltraum keine Eintagsfliege bleibt. Liedtke: »Wir wüssten durchaus noch ein paar Fälle, in denen aus derzeit altstädtischer Tristesse mit fröhlich leuchtenden Gewächsen reizvolle Blickfänge werden könnten!«