In der Eifel ihr Glück gefunden

Deutlicher könnte die Liebe zur alten Heimat Mecklenburg wie ebenso zur neuen Heimat Nordeifel nicht symbolisiert werden. Das Haus in den Monschauer Serpentinen (Hargard 32) empfängt Besucher mit Kunstobjekten, modelliert nach maritimen Wahrzeichen vom Stettiner Haff wie authentischen Eifelmotiven.
Bilder
Diamanthochzeit mit lieben Gästen, Eifelkunst und maßstabsgetreuen Schiffsmodellen: Fritz und Käthe Schriever in ihrer häuslichen Idylle in Monschau-Hargard. Foto: M. Schmitz

Diamanthochzeit mit lieben Gästen, Eifelkunst und maßstabsgetreuen Schiffsmodellen: Fritz und Käthe Schriever in ihrer häuslichen Idylle in Monschau-Hargard. Foto: M. Schmitz

Inmitten dieser dem Auge schmeichelnden Kulissen werden die Eheleute Fritz und Käthe Schriever, geborene Theißen, am Samstag, 20. August, im Kreise ihrer Familie, Freunde und Nachbarn das Fest ihrer diamantenen Hochzeit begehen. Dazu werden Repräsentanten von Monschaus Magistrat und Verwaltung bereits am morgigen Donnerstag gratulieren. Das aus gebotenem Anlass wieder zelebrierte Hochzeitsmal zum seltenen Ehejubiläum wird die geladene Gesellschaft im rurstädtischen »Haus Flosdorff« einnehmen, »Kaffee trinken wir dann nachmittags in gemütlicher Runde daheim«, so Käthe Schriever. Zur Goldhochzeit, vor zehn Jahren, erinnert sich das Jubelpaar, »feierten wir drei Tage, halb Hargard war zu Gast«. Diesmal soll die Feier ruhiger ablaufen, freilich in nicht minder fröhlichem Ambiente.

Hobbyhandwerker

Fritz Schriever ist »ein überzeugter Bastler, Tüftler, begeisterter Hobbyhandwerker«. Der 82-Jährige stammt aus Mönkebude (Kreis Greifswald). Seinen Heimatort haben er und Ehefrau Käthe »seit der Wiedervereinigung mindestens schon 20 Mal besucht«. Reisen überhaupt ist eine Passion des »Meckpommers« und seiner vier Jahre jüngeren Partnerin aus dem Monschauer Land: »Wir kommen gerade vom Mallorca-Urlaub.« Käthe Schriever ist mit Laufenbachwasser getaufte Hargarderin (»Meine Eltern wohnten im Bauernhaus«). Schon als fünfjähriger Steppke lernte Fritz die Eifel kennen und lieben: »Mein Vater war Zöllner und zum Dienst in Miescheid-Ramscheid eingesetzt«. Der »Junge aus dem Osten« verliebte sich in die Eifelerin aus Deutschlands Westen und umgekehrt, als er 1952 in der Höfener Schreinerei Arnolds arbeitete. »Da begegnete ich ihm durch meinen Bruder Heinrich, seinen Arbeitskollegen«, so die spätere Freundin und Ehefrau.

Garten

1956 gaben sich die Verlobten in der Imgenbroicher Pfarrkirche St. Josef das Ja-Wort. Die standesamtliche Trauung wurde in Essen vollzogen: »Wir zogen mit meinem Vater, der innerhalb der Zollbehörde versetzt wurde«, erinnert sich Fritz Schriever. Mit dem Bau ihres jetzigen Wohnhauses wurden er und Käthe am Hargard sesshaft. Insgesamt 38 Jahre arbeitete der Jubilar als Einschaler. Käthe war - neben ihrem verantwortungsvollen Beruf als Hausfrau und Mutter - rund 30 Jahre in der Jugendherberge auf Hargard beschäftigt. Ihre weiteren Hobbys sind der üppig blühende Garten der erneuten Brautleute und Käthes Begeisterung für Literatur.

Sieben (Ur-)Enkel

Zwei Töchter, Karin und Melanie, nebst deren Familien, fünf Enkel und zwei Urenkel werden der Feier des Tages das Gepräge geben. Fritz und Käthe sind davon »überzeugt, dass der Umgang mit unseren Kindern und Enkeln uns jung erhält. Wir sind froh, dass die ganze Familie in der Nähe wohnt«. Käthe hatte acht Geschwister, sie sieht sich »in einer anderen Welt als der heutigen groß geworden. Seit meiner Jugend bin ich Ordnung gewöhnt. Die vermisse ich in unserer Gesellschaft manchmal«. Gleichwohl leben die Schrievers mit sich und ihrer Umwelt - Angehörige, Nachbarn - im Einklang. Stadtmenschen sind sie nicht, das war ihnen in Essen schnell klar. In der Eifel können Fritz und Käthe in ihrem idyllischen Zuhause ihre Träume leben. Den Garten in seiner Blütenpracht genießen, lesen und basteln. Und natürlich die Enkel und Urenkel! Die halten jung...