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Kein Prinz, kein Zoch, keine Sitzung

Die Eifeler Karnevalsvereine haben eine gemeinsame Erklärung herausgegeben.
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Acht Vereine eine Stimme. Meinungsaustausch der im »Stammtisch Eifeler Karnevalisten« zusammengeschlossenen Karnevalsvereine. Foto: Hoffmann

Acht Vereine eine Stimme. Meinungsaustausch der im »Stammtisch Eifeler Karnevalisten« zusammengeschlossenen Karnevalsvereine. Foto: Hoffmann

 Alle Karnevalsvereine der Region leiden im Moment hauptsächlich mit ihren Tanzgarden, Showtanzgruppen  und Mariechen, die zwar wieder mit dem Training angefangen haben, aber im Grunde wissen, dass sie vermutlich keinen Auftritt haben werden. Die acht Vereine der Nordeifel, die im »Stammtisch Eifeler Karnevalisten« (SEK) zusammengeschlossen sind, trafen sich nun im Dorfgemeinschaftshaus in Kesternich, um sich nach der coronabedingten »Karnevalsabsage« der Landesregierung auszutauschen und auch um eine gemeinsame Erklärung abzugeben. Nach dem Statement der Landesregierung vom 19. September wird es in der nächsten Session keine Karnevalsumzüge und -bälle, Partyformate sowie gesellige Karnevalssitzungen ohne Beachtung des Abstandsgebotes geben. Kleinere karnevalistische Kulturveranstaltungen sollen nach jetzigem Stand erlaubt sein, wenn die momentan gültigen Hygienevorschriften erfüllt werden. Auf der Versammlung in Kesternich gab es dann eine gemeinsame Erklärung (s. unten), wonach Karneval in der Eifel höchstens in einem kleinen und alternativen Format stattfindet und es von Roetgen bis Höfen keine Tollitäten, Sitzungen und Umzüge geben wird. Die Vereine hoben deutlich hervor, dass die Verantwortung bezüglich der gesundheitlichen Risiken für alle oberste Priorität habe. Gegebenenfalls sollen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben kleinere Alternativ-Veranstaltungen stattfinden. Die KG Roetgen hat daher schon einmal den Bürgersaal vorgebucht, um dort gegebenenfalls Tanzgruppen auftreten zu lassen. Bei den Karnevalsfreunden Lammersdorf hat man über eine Open-Air-Veranstaltung auf dem Dorfplatz nachgedacht. Die Kesternicher Lehmschwalbe haben intern die eine oder andere Veranstaltung für Tanzgruppen und Kinder ins Auge gefasst. Dort steht auch zur Disposition an das Dorfgemeinschaftshaus ein Zelt anzubauen, um dort unter Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben kleinere Veranstaltungen über die Bühne gehen zu lassen. Diese Lokalität »würden wir auch allen anderen Vereinen zur Verfügung stellen« teilte Guido Lennartz dazu mit. Derzeit befinde man sich jedoch noch in Verhandlungen mit dem Zeltwirt. Auf der Versammlung in Kesternich waren zudem mit Robert Greven, dem 1. Vorsitzenden vom Klub Kölner Karnevalisten und »Bärchen« Heinz-Gert Sester, zwei Kölner Karnevals-Promis anwesend, die kölsche Alternativ-Programme mit Rednern, Bands und Co. vorstellten.

Gemeinsame Erklärung der Karnevalsvereine:

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie und der gesetzlichen Vorgaben der Landesregierung NRW haben sich alle Vereine entschieden, in der kommenden Session keine Tollitäten zu proklamieren. Weiterhin wird es bei den Vereinen in der Nordeifel keine Karnevalsumzüge, Karnevalsbälle, Partyformate und gesellige Karnevalssitzungen (einschließlich der Damensitzung in Kesternich und der Herrensitzung in Lammersdorf) sowie Altweiber-Veranstaltungen geben. Die Entscheidung ist allen Vereinen nicht leicht gefallen, wurde jedoch auch im Rahmen der Verantwortung wegen der gesundheitlichen Risiken getroffen. Bei aller Liebe zum Brauchtum Karneval hat dies ganz klar oberste Priorität.
Die Karnevalsvereine der Nordeifel behalten sich allerdings vor, unter den im Januar und Februar dann aktuell geltenden Bedingungen »kleinere karnevalistische Kulturveranstaltungen« unter Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Corona- und Hygienevorschriften durchzuführen. Hierüber werden die Vereine zu gegebener Zeit rechtzeitig informieren.

KG Biebesse, KG Roetgen, KG Klev Botze, KG Sonnenfunken, KV Kiescheflitscher, Kester Lehmschwalbe, KG Ruscher Breybrobbele, Karnevalsfreunde Lammersdorf


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