

Pro Hektar werden drei Tonnen kohlensaurer Magnesiumkalk ausgebracht, um die Versauerung der Böden abzupuffern. Je nach Wetterlage wird die Maßnahme rund sechs Wochen dauern, da die Ausbringung nur bei guten Wetterverhältnissen erfolgen kann.
Der Wald leidet unter Klimastress durch Trockenheit, Dürre und Schädlinge. Besonders auf nährstoffarmen – teils naturbedingt, teils durch frühere Schwefeleinträge und aktuelle Stickstoffeinträge – sowie versauerten Böden sind die Vegetation und besonders die Bäume stark von der Versauerung betroffen. Die Kalkungsmaßnahme wirkt in den nächsten 15 Jahren einer weiteren Versauerung entgegen.
Die Maßnahme ist keine Düngung, sondern dient dem Erhalt der Bodengesundheit und Bodenfunktionen. Sie schützt zudem Grund- und Quellwasser und stabilisiert die Waldökosysteme. Die Wirksamkeit ist durch Untersuchungen der Forstlichen Versuchsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz belegt und wird durch diese begleitet. Von den 3.000 Hektar Stadtwald werden nur die durch Bodenuntersuchungen ermittelten, kalkungsbedürftigen Standorte, insgesamt 1.500 Hektar, gekalkt.
Das ausgebrachte Gesteinsmehl ist gesundheitlich unbedenklich. Um Verschmutzungen an Kleidung oder Fahrzeugen sowie Störungen zu vermeiden, sollte das beflogene Gebiet während der Ausbringung gemieden werden.




