Andreas Bender

Höhenretter der Feuerwehr proben Rettung aus engen Verhältnissen an Windrad bie Weiler

Boppard-Weiler. Eine Übung in schwindelnder Höhe: Höhenretter der Berufsfeuerwehr Koblenz haben in Kooperation mit Mitarbeitenden der Enercon Service GmbH die Rettung aus engen Verhältnissen an einem Windrad bei Weiler trainiert.

Das Szenario: Die Rettung eines verletzten Arbeiters aus der Windenergieanlage der Boreas Energie GmbH in Weiler. Vier Einsatzkräfte der Höhenrettungsgruppe, darunter ein Gruppenführer und drei Höhenretter, rückten dazu zu einer Windkraftanlage aus. Ziel der Übung war es, eine verletzte Person möglichst schonend und zügig aus einem Rotorblatt zu retten. Solche Szenarien stellen besondere Anforderungen an die Einsatzkräfte: In großer Höhe und auf engem Raum müssen alle Handgriffe sitzen.

Zu Beginn erhielten die Feuerwehrleute eine Einweisung in die Anlage. Anschließend stiegen sie über die Steigleiter nach oben, verschafften sich einen Überblick über die Arbeitsbereiche und bereiteten die Rettung im Inneren der Anlage vor. Die Übung startete in einem Flügel der Windkraftanlage. Dort galt es, den angenommenen Patienten durch insgesamt drei knifflige Engstellen zu bewegen.

Die Retter teilten sich dafür auf: Zwei Einsatzkräfte arbeiteten vor der verletzten Person mit Seiltechnik, zwei weitere übernahmen dahinter die Patientenversorgung und unterstützten die Bergung. Die beengten Platzverhältnisse machten den Transport besonders anspruchsvoll. Ein Ablassen außen am Turm war wegen der Windverhältnisse nicht möglich. Deshalb richteten die Höhenretter eine Abseilstrecke im Inneren des Turms ein.

Nach Einschätzung der Beteiligten verlief die Übung ruhig, zügig und patientengerecht. Für Feuerwehr, Betreiber und Servicetechniker bot sie wichtige Erkenntnisse für mögliche Einsätze an Windenergieanlagen. Die bereits zweite Übung dieser Art in Boppard-Weiler fand in Zusammenarbeit von Boreas, der Berufsfeuerwehr Koblenz und der Enercon Service GmbH statt.