

In Sohren ist unlängst eines der größten und leistungsstärksten Nahwärmeprojekte im Hunsrück in den regulären Betrieb gestartet. Das neue Nahwärmenetz wurde von der Gemeinde Sohren gemeinsam mit dem regionalen Energiedienstleister evb aus Lindenschied und einem örtlichen landwirtschaftlichen Betrieb realisiert. Künftig versorgt es Bürgerinnen und Bürger sicher, klimafreundlich und zu langfristig stabilen Preisen.
Das Netz verfügt über eine thermische Leistung von rund 1 Megawatt, eine Trassenlänge von etwa 3,5 Kilometern sowie 65 geplante Hausanschlüsse mit insgesamt rund 150 Wohneinheiten. Umgerechnet auf einen durchschnittlichen Haushalt ergibt sich – je nach Verbrauch – eine mögliche Heizkostenersparnis in der Größenordnung von rund 1.000 Euro pro Jahr im Vergleich zu einer eigenen Heizung. Über zehn Jahre können so pro Haushalt rechnerisch mehrere Tausend Euro an Energiekosten vermieden werden – bei gleichzeitig deutlich geringeren CO2-Emissionen. Für Sohren bedeutet das: Durch das Nahwärmenetz können jedes Jahr rund 380 Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht ungefähr dem jährlichen Ausstoß von mehr als 250 Autos.
Bereits heute sind rund 60 Wohneinheiten angeschlossen, darunter das weizenAcht living Projekt, das vollständig über die neue Nahwärme versorgt wird. Gemeinde, evb und Landwirtschaft ziehen hier bewusst an einem Strang: Die Gemeinde stärkt ihre Infrastruktur und Standortqualität, evb bringt ihr Know-how im Aufbau lokaler Wärmenetze ein, und der örtliche Landwirtschaftsbetrieb sorgt dafür, dass ein wesentlicher Teil der Energie aus der unmittelbaren Umgebung stammt. „Das Nahwärmenetz ist ein Meilenstein für unsere Gemeinde. Wir leisten damit einen erheblichen und zukunftsweisenden Beitrag zur Energiewende vor Ort und für den lokalen Klimaschutz“, unterstreicht Ortsbürgermeister Markus Bongard die Bedeutung des Projektes für die Gemeinde.




