Andreas Bender

Photovoltaik-Offensive: VG Kastellaun installiert 383 Module an Kläranlagen

Kastellaun. Zwischen Dezember 2024 und Dezember 2025 wurden an sechs von acht Kläranlagen der Verbandsgemeinde Kastellaun Photovoltaikanlagen inklusive moderner Batteriespeichersysteme installiert.

Von links: Helge Michel (Betriebsleiter, Abwasserwerk), Christian Keimer (Bürgermeister), Marcel Nick (Werksleiter, Abwasserwerk), Christan Drewes (EK Energie und Elektrotechnik GmbH) und Ralf Steffens (Klimaschutzmanager, VG Kastellaun).

Von links: Helge Michel (Betriebsleiter, Abwasserwerk), Christian Keimer (Bürgermeister), Marcel Nick (Werksleiter, Abwasserwerk), Christan Drewes (EK Energie und Elektrotechnik GmbH) und Ralf Steffens (Klimaschutzmanager, VG Kastellaun).

Bild: VG Kastellaun

Diese Investition hat einen Doppel-Effekt, sagt Ralf Steffens, Klimaschutzmanager der VG. »Neben einem aktiven Beitrag zum Klimaschutz können wir so die Energiekosten senken, was die Stabilisierung der Abwassergebühren unterstützt. Während im Jahr 2024 noch rund 646 000 kWh Strom zugekauft werden mussten, wird für das Jahr 2026 ein Bedarf von etwa 540 000 kWh prognostiziert. Das entspricht einer Einsparung von 106 000 kWh beziehungsweise etwa 16 Prozent«, sagt Steffens. So können die Stromkosten um rund 30 000 Euro pro Jahr reduziert werden.

 

Die installierten Photovoltaikanlagen unterscheiden sich je nach Standort in Größe und Leistung: Insgesamt wurden Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 172 kWp an den Kläranlagen Deimerbach (Kastellaun), Lahr, Sabershausen, Mastershausen, Bell und Buch installiert. Dafür kamen 383 PV-Module zum Einsatz. Die Spitzenleistung der Module (Kilowatt-Peak = kWp) wird aufgrund der nicht idealen Lage allerdings nicht erreicht werden. Bei weiteren zwei Kläranlagen wäre eine Installation von Photovoltaik aufgrund der örtlichen Gegebenheiten unwirtschaftlich.

 

Ergänzend wurden Batteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von 142,6 kWh installiert. »Bei den Batteriespeichern war wichtig, dass sie auf die Stromerzeugung in den Sommermonaten ausgelegt werden, sodass an guten Tagen der gespeicherte Strom nachts genutzt wird«, sagt Steffens. »Da das Projekt Fördergelder erhalten hat, dürfen wir keinen Strom einspeisen.«

 

Die Gesamtkosten der sechs Anlagen belaufen sich auf rund 210 000 Euro. Über das Förderprogramm KIPKI wurden 135 000 Euro bezuschusst. So konnten vier Anlagen durch Fördermittel finanziert werden, zwei vollständig aus Eigenmitteln des Abwasserwerks. Die Planung und technische Auslegung der Anlagen erfolgte durch den Klimaschutzmanager Ralf Steffens sowie den Betriebsleiter Helge Michel. Steffens freut sich besonders über die Umsetzung, die zum Großteil in Eigenleistung erfolgte: »Die Montage der Anlagen erfolgte durch die Mitarbeitenden des Abwasserwerks selbst, neben ihren eigentlichen Aufgaben. Für diesen Einsatz möchten wir uns herzlich bedanken.« Das Material sowie der elektrische Anschluss wurden durch die Firma EK-Energie aus Gödenroth geliefert und ausgeführt.

 

Technische Daten der Photovoltaikanlagen:

  • Kläranlage Deimerbach für die Stadt Kastellaun, Inbetriebnahme 19.12.2024., 210 Module mit 94,5 kWp, Batteriespeicher von 9,2 kWh
  • Kläranlage Lahr, Inbetriebnahme 24.03.2025, 25 Module mit 11,25 kWp, Batteriespeicher von 23 kWh
  • Kläranlage Sabershausen, Inbetriebnahme 12.06.2025, 28 Module mit 12,46 kWp, Batteriespeicher von 23 kWh
  • Kläranlage Mastershausen, Inbetriebnahme 20.05.2025, 56 Module mit 24,92 kWp, Batteriespeicher von 36,8 kWh
  • Kläranlage Bell, Inbetriebnahme Dezember 2025, 42 Module mit 18,9 kWp, Batteriespeicher von 32,2 kWh
  • Kläranlage Buch, Inbetriebnahme Dezember 2025, 22 Module mit 9,9 kWp, Batteriespeicher mit 18,4 kWh