

Bereits 2012 entstand im Gemeinderat die Idee, seniorengerechten Wohnraum im Ort zu schaffen. In den folgenden Jahren wurde intensiv diskutiert, geplant, verworfen und neu gedacht. Arbeitsgruppen wurden gegründet, Förderprogramme geprüft und Konzepte erarbeitet.
Ortsbürgermeister Winfried Erbes erinnerte in seinem Grußwort an diesen langen Prozess und dankte insbesondere seinem leider kürzlich verstorbenen Vorgänger Arnold Grings sowie den Mitgliedern der Arbeitsgruppe und des Gemeinderates für ihr über Jahre hinweg anhaltendes Engagement. „Was wir heute feiern, ist das Ergebnis von mehr als einem Jahrzehnt Einsatz für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger“, so Erbes.
Den Auftakt der Veranstaltung übernahm Projektentwicklerin Kerstin Rudat (KAIR GmbH, Kirchberg), die den Prozess jetzt schon seit rund sieben Jahren als Schnittstelle zwischen Gemeinde und Investoren begleitet. Sie machte deutlich, dass der Bedarf an seniorengerechtem Wohnraum in Dörfern überall groß sei – viele ältere Menschen wollten auch im Alter in ihrer Heimat bleiben. Gleichzeitig zeigte sie die strukturelle Realität auf: „Entscheidend ist, ob es umsetzbar und finanzierbar ist – und wer bereit ist, dafür die Verantwortung zu übernehmen.“
Gerade im ländlichen Raum stünden Baukosten und Mietniveau oft in keinem ausgewogenen Verhältnis. Ein entscheidender Schritt war die Ausrichtung des Projekts dann vor zwei Jahren auf die Förderkulisse der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB). „Unser Anspruch war es, das Projekt gemeinsam mit der Gemeinde ganzheitlich zu entwickeln – Bedarfe und Machbarkeiten sorgfältig abzuwägen und dabei den Mehrwert für alle im Blick zu behalten: von der Kooperation mit einem Pflegedienst über nutzbare Gemeinschaftsräume bis zur Kombination aus Mietwohnraum und Eigentum“ so Rudat.
Die Idee, einen großen Teil des Vorhabens konsequent als geförderten Mietwohnungsbau planerisch direkt auf die Förderbedingungen auszurichten, entstand in der Zusammenarbeit zwischen KAIR und Investor Alexander Riesling; selbst Architekt sowie Bauunternehmer aus dem Kreis Pirmasens. Die Anforderungen der ISB an Bauherrn seien komplex, dazu sehr lange Prüfverfahren. Fast zwei Jahre dauerte es von der Antragstellung bis zur Bewilligung.
Im Wohnpark „Mühlenwies“ entstehen 24 barrierefreie „DorfApartments“ für Senioren mit besonders günstigen Mietkonditionen als sozial geförderter Wohnraum durch die ISB und acht seniorengerechte „DorfBungalows“ als Eigentumseinheiten. Damit wird nicht nur benötigter Wohnraum geschaffen, sondern auch eine innerörtliche Brache in der Dorfmitte revitalisiert. Der Spatenstich steht auch für ein Zusammenspiel aus kommunalem Ehrenamt, professioneller Projektentwicklung, privatwirtschaftlichem Engagement und gezielter Landesförderung – ein Modell, das auch über Laudert hinaus Bedeutung haben könnte.



