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Kleine Dose – gewichtiger Inhalt

Der kleine Aufkleber an der Innenseite der Haustür ist ein entscheidender Hinweis für den Rettungsdienst. Er zeigt an: In diesem Haushalt ist eine Rotkreuzdose vorhanden – das kann Leben retten.
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Was genau es mit dieser kleinen roten Rotkreuzdose auf sich hat, erklärten DRK-Gemeinschaftsleiter Lucas Löffler und seine Mitstreiter vom Roten Kreuz im Kreis Euskirchen am Samstag den Passanten am REWE-Markt in Kall. „Bei einem Notfall geht es oft um lebenswichtige Punkte und die Rettungskräfte stellen viele Fragen. Aber was, wenn kein Angehöriger da ist oder der Patient sich nicht mehr selber artikulieren kann? Dann wird es vielleicht schnell kritisch“, so Löffler. In genau diesen brenzligen Situationen soll die Rotkreuzdose helfen. Sie halte alle wichtigen Informationen für Notlagen bereit.

100 Dosen verteilt

„In jeder Rotkreuzdose liegt ein Datenblatt. Darauf sind die wichtigsten Gesundheitsdaten zu dieser Person und auch Kontaktdaten vom Hausarzt oder Pflegedienst notiert. Aber auch Medikamentenpläne finden in der Rotkreuzdose Platz“, erklärt er. 100 Dosen hatte das Kaller Rote Kreuz an diesem Tag im Gepäck. Sie konnten sich über rege Nachfrage freuen: „Die Dosen waren innerhalb kürzester Zeit alle weg“, so Löffler.
Nicht nur Senioren nahmen sie dankbar mit, sondern auch jüngere Menschen griffen für ihre Eltern oder Großeltern zu. Deponiert werde die Dose idealerweise im Kühlschrank. Nicht, weil sie verderbliche Ware beinhaltet, sondern der Kühlschrank in jeder Wohnung in der Regel problemlos und schnell zu finden ist.

Blutspende am 30. August

Aufmerksam machte das Kaller Rotkreuzteam die Passanten aber auch auf den Blutspendetermin in Kall, der für Sonntag, 30. August, von 9.30 bis 14 Uhr, in der Aula des Berufkollegs ansteht.
„Am Herzen lag uns aber auch, den Kaller Bürgerinnen und Bürgern zu zeigen, dass das DRK in Kall weiterhin aktiv ist“, betonte der DRK-Gemeinschaftsleiter. Neue Mitglieder seien jederzeit herzlich willkommen. Das DRK biete ein großes Einsatzspektrum – vom Sanitätsdienst über den Betreuungsdienst und die Rettungshundearbeit bis hin zur Wasserwacht. Hinzu komme das Blutspendewesen, der Bereitschaftsdienst oder auch das Jugendrotkreuz. Löffler macht deutlich: „Bei uns gibt es immer was zu tun.“ Auch Schüler, Studenten und Rentner könnten sich gerne einbringen. Das Rote Kreuz in Kall freue sich immer über Unterstützung.