Nico Lautwein

20 Medaillen: Trierer Kickboxer räumen bei Weltmeisterschaft in Berlin ab

Trier/Berlin. Acht Kickboxer des KA 54 Trier traten bei der Weltmeisterschaft in Berlin an. Mit fünf Gold-, acht Silber- und sieben Bronzemedaillen kehrten sie erfolgreich zurück.

Von links nach rechts: Till Knopp, Luca Diele, Xena Brixius, Celine Graf, Lennox Baschin, Marie Späder, Irmke Keich, und Nele Baldus

Von links nach rechts: Till Knopp, Luca Diele, Xena Brixius, Celine Graf, Lennox Baschin, Marie Späder, Irmke Keich, und Nele Baldus

Bild: KA 54

Eine Weltmeisterschaft mit internationaler Beteiligung und einem entsprechend starken Teilnehmerfeld liegt hinter den Kickboxern des KA 54 Trier. Rund 1.700 Starts aus 19 Nationen sorgten in Deutschlands Hauptstadt für hochklassige und spannende Wettkämpfe. Mittendrin waren acht Kämpferinnen und Kämpfer aus Trier, die sich der internationalen Konkurrenz stellten – und mit einer beeindruckenden Bilanz nach Hause zurückkehrten.
Die WKU Weltmeisterschaft 2026 im Kickboxen fand vom 3. bis 9. August 2026 im Estrel Hotel in Berlin statt.


Fünf Gold-, acht Silber- und sieben Bronzemedaillen lautete die Ausbeute des Trierer Teams. Damit konnte jeder der acht mitgereisten Athleten mindestens einmal Edelmetall gewinnen. Einige bewiesen sich sogar in mehreren Disziplinen und sammelten gleich mehrere Medaillen.
Mit dabei waren Xena Brixius, Till Knopp, Luca Diele, Celine Graf, Irmke Keich, Marie Späder sowie die beiden jüngsten Kämpfer des Teams, Nele Baldus und Lennox Baschin.

Drei neue Weltmeister im Vollkontakt

Besonders erfolgreich verlief die Weltmeisterschaft für Till Knopp, Luca Diele und Xena Brixius. Alle drei konnten sich im Vollkontakt gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen und den Weltmeistertitel sichern.
Für Irmke Keich hätte der Einstand auf internationaler Bühne kaum besser laufen können. Bei ihrer ersten Weltmeisterschaft zeigte sie starke Leistungen und durfte am Ende ebenfalls ganz oben auf dem Podium stehen.
Auch Marie Späder schaffte es aufs Podium und sicherte sich Bronze. Celine Graf gelang dies gleich in zwei Kategorien: Sie gewann in beiden Wettbewerben jeweils die Bronzemedaille.

Die jüngsten Kämpfer sorgen für Aufsehen

Für besondere Aufmerksamkeit sorgten die beiden jüngsten Mitglieder des Teams. Die gerade einmal 11-jährige Nele Baldus war die jüngste Kämpferin des Trierer Teams. Unbeeindruckt von der großen internationalen Bühne kämpfte sie sich bis zur Vizeweltmeisterschaft und gewann zusätzlich eine Bronzemedaille.
Noch erfolgreicher verlief das Turnier für Lennox Baschin. Der Nachwuchskämpfer überzeugte bei seiner zweiten Weltmeisterschaft und holte sich einen Weltmeistertitel sowie zwei Vizeweltmeistertitel.
Damit sorgte Lennox auch für einen besonderen Moment innerhalb der Familie Baschin. Sein Vater Sascha Baschin, selbst Trainer und Funktionär, konnte beobachten, wie sein Sohn auf der großen internationalen Bühne um die Medaillen kämpfte. Besonders emotional: Lennox gelang damit etwas, das sein Vater selbst bei den Amateuren nicht erreichen konnte – der Weltmeistertitel.

Sascha Baschin mit doppelter Verantwortung

Für Headcoach Sascha Baschin war die Weltmeisterschaft ebenfalls eine besondere Herausforderung. Er reiste nicht nur als Trainer des KA-54-Teams nach Berlin, sondern hatte gleichzeitig eine zweite Aufgabe: Als Bundestrainer für den Ringsport war er ebenfalls für die deutsche Auswahl im Einsatz.
Trotz dieser Doppelbelastung zeigte sich Baschin mit den Leistungen seines Teams sehr zufrieden. Die Zahlen sprechen für sich: 20 Medaillen bei acht Startern, darunter fünf Weltmeistertitel.
Die Weltmeisterschaft in Berlin wurde damit zu einem großen Erfolg für den Trierer Kickbox-Nachwuchs. Die acht Athletinnen und Athleten bewiesen, dass sie sich auch auf internationaler Ebene behaupten können.
Am Ende stand nicht nur ein beeindruckender Medaillenspiegel, sondern auch die Gewissheit, dass sich Training, Disziplin, Teamgeist und Leidenschaft auszahlen. Für den KA 54 Trier dürfte die Weltmeisterschaft in Berlin damit noch lange in Erinnerung bleiben.