Nico Lautwein

Duell der Aufsteiger: Gladiators Trier vor schwerer Auswärtsaufgabe gegen Jena 

Trier/Jena. Die Moselstädter treten am Samstag in Jena an. Nach der knappen Hinspiel-Niederlage per Buzzerbeater geht es für die Trierer um wichtige Punkte im Rennen um die Postseason.

Bild: Simon Engelbert

Tip-Off in der Sparkassen Arena ist am Samstag um 20 Uhr. Hinspiel in Trier endete mit Buzzerbeater-Entscheidung und 94:95 Niederlage der Gladiatoren.

Wiedersehen zweier Aufsteiger

Am Samstag, den 25.04. steht für die VET-CONCEPT Gladiators Trier erneut eine Auswärtsfahrt nach Jena an. Kaum ein Team des aktuellen Teilnehmerfeldes der easyCredit BBL ist den Moselstädtern so gut bekannt, traf man doch in der vergangenen ProA-Saison gleich viermal aufeinander. In den jeweils zwei Hauptrunden- und Finalspielen blieben die Trierer siegreich und stiegen letztlich gemeinsam mit den Jenensern in die easyCredit BBL auf.

In der diesjährigen Hinrunde revanchierten sich die Thüringer und fügten den Gladiatoren ihre erste Heimniederlage im Ligabetrieb zu – inklusive Buzzerbeater-Gamewinner zum 94:95 Endstand.

Am 31. Spieltag der diesjährigen easyCredit BBL-Saison kommt es zum erneuten Wiedersehen unter neuen Voraussetzungen: Während die Gladiatoren das Ticket zur Post-Season noch in den eigenen Händen halten, will Science City schnellstmöglich den sicheren Klassenerhalt einfahren. Aktuell rangiert Jena auf dem 16. Tabellenplatz und konnte bisher zehn der 30 absolvierten Partien siegreich gestalten – die akut abstiegsgefährdeten Academics Heidelberg und Löwen Braunschweig haben bei gleicher Spielanzahl acht Erfolge vorzuweisen.

Einen neuen Impuls setzten die Verantwortlichen in Jena mit der kürzlichen Entlassung von Headcoach Björn Harmsen und der Neuverpflichtung des bundesligaerfahrenen Mike Taylor.

Veränderungen im Kader von Science City

Seit dem Hinspiel in Trier änderte sich das Gesicht des Science City Kaders auf gleich mehreren wichtigen Positionen. So verließ Point Guard Eric Washington, mit 16,2 Punkten pro Spiel und dem entscheidenden Wurf in Trier einer der absoluten Leistungsträger, das Team in der Saison und wechselte nach Chemnitz. Auch Center Great Osobor, der mit 16,1 Punkten zweistärkster Scorer war, kann nicht mehr mitwirken und fällt verletzungsbedingt bereits seit Wochen aus.

Aktuell ist Flügelspieler Joe Wieskamp gefährlichster Akteur bei Science City und erzielt durchschnittlich 15,1 Punkte pro Partie. Shooting Guard Keith Braxton liefert mit 12,5 Zählern im Schnitt die meiste Unterstützung und auch die beiden nachverpflichteten Guards Uchenna Iroegbu (10,2) und Jack Pagenkopf (8,0) legen verlässliche Punktewerte auf.

Die Flügelspieler Lorenz Bank (6,6), Robin Christen (4,9) und Kristoffer Krause (4,4) standen bereits im ProA-Kader der Jenenser und gehören auch in der diesjährigen BBL-Saison zu den deutschen Säulen im Team. Gleiches gilt für die Routiniers Alex Herrera (3,6) auf der Center- und Chris Carter (3,2) auf der Guard-Position. Center William McNair (6,2) und Power Forward Javon Franklin (4,3) vervollständigen den Kader des nächsten Gegners der Gladiatoren.

Statistischer Vergleich

Auffälligkeiten im statistischen Teamvergleich zeigen sich vor allem bei den erzielten Punkten pro Spiel, wo die Moselstädter mit 90,7 Zählern weiterhin Ligaprimus sind, während Science City mit 81,0 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz liegt. Diese Platzierung ergibt sich auch bei der Trefferquote aus dem Zwei-Punkte-Bereich (Trier: 57,9%, Jena: 50,85%).

Mit 40,2 eingesammelten Rebounds pro Spiel belegt Jena hier den starken zweiten Platz im Ligavergleich und auch bei den verursachten Turnovern (Trier: 16,9, Jena: 14,3) stehen die Thüringer vor den Gladiatoren.

Stimme zum Spiel

„Unsere Trainingswoche lief bisher sehr gut. Die Mannschaft ist sehr fokussiert und wir freuen uns auf die nächste Herausforderung. Wir haben jetzt vier wichtige Spiele, die wir extrem ernstnehmen und sehr motiviert angehen werden. Jena hat sich – verglichen mit uns – als Aufsteiger in der bisherigen Saison sehr schwergetan und sie hatten in den letzten Wochen viele Rückschläge.

Personell gab es große Veränderungen und man kann die Mannschaft nicht mehr mit der im Hinspiel vergleichen. Auch der neue Coach bringt logischerweise einen neuen Impuls in das Team. Das hat man schon gegen Chemnitz gesehen, wo Jena mental und physisch deutlich stärker aufgetreten ist. Das ist auch am Samstag gegen uns zu erwarten.

Wir haben alle Waffen, sie zu schlagen und den Auswärtssieg zu feiern und freuen uns von daher sehr auf die nächste Herausforderung“, sagt Gladiators-Headcoach Jacques Schneider zur bevorstehenden Aufgabe bei Science City.

Quelle: Gladiators Trier