Claudia Neumann

Endlich Regen - und Abkühlung

Trier/Region. Nach dem heißen und rauchbelasteten Wochenende ist am Montagvormittag endlich etwas Regen in der Region Trier angekommen.

Der Rauch des großen Waldbrandes im Hohen Venn in Belgien hatte die Region Trier am Wochenende stark belastet. Besonders am Samstag war die Verunsicherung groß: Zwischen 13 und 18 Uhr gingen rund 1100 Anrufe bei der Integrierten Leitstelle in Trier ein. Normalerweise sind es rund 400 Anrufe – allerdings über den gesamten Tag verteilt. Die meisten Menschen meldeten die starke Rauchentwicklung, fragten nach der Ursache oder äußerten sich besorgt über die Luft, teilt die Stadt Trier mit.

Unter den Anrufen waren rund 200 tatsächliche Einsätze, die von den Feuerwehren in der gesamten Region Trier abgearbeitet werden mussten. Darunter waren zahlreiche Brandmeldeanlagen, die durch den Rauch ausgelöst wurden. In solchen Fällen müssen die Feuerwehren grundsätzlich ausrücken, um zu überprüfen, ob tatsächlich ein Brand vorliegt oder es sich um einen durch den Rauch ausgelösten Fehlalarm handelt.

Um das ungewöhnlich hohe Anrufaufkommen bewältigen zu können, wurde die Integrierte Leitstelle kurzfristig personell verstärkt. Statt acht waren zeitweise 20 Disponenten im Einsatz. In Trier wurden zudem vorsorglich die Freiwilligen Feuerwehren in Bereitschaft versetzt, um das erhöhte Einsatzaufkommen bewältigen zu können. Ein Stab der Berufsfeuerwehr beobachtete die Entwicklung bis in den Abend.

Am Samstagabend hatte sich die Lage in Trier zunächst weitgehend entspannt. Aufgrund der anhaltenden Windverhältnisse wurde jedoch weiterhin mit sichtbarem Rauch und Geruchsbelästigungen gerechnet.

Rauchwolke kehrt am Sonntag zurück

Am Sonntag nahm die Rauchbelastung in Teilen der Region erneut deutlich zu. Nachdem sich die Situation am Morgen zunächst etwas verbessert hatte, wurden die Rauchschwaden am Nachmittag wieder dichter. Besonders im Eifelkreis Bitburg-Prüm war die Rauchsäule aus Richtung Prüm zunehmend deutlich zu sehen. Die Sonne verschwand zeitweise hinter einem gelb-orangefarbenen Schleier, gleichzeitig wurde die Sicht immer diesiger.

Am frühen Abend erreichte die Rauchwolke erneut die Region Trier. Besonders deutlich war die Belastung über der Stadt zu erkennen: Trier lag zeitweise unter einer dichten Rauch- und Dunstschicht, die Fernsicht war stark eingeschränkt. Die Sonne erschien nur noch milchig hinter dem Rauch. Dazu war vielerorts ein intensiver, teilweise beißender Brandgeruch wahrnehmbar.

Die Rauchwolke breitete sich weiter in Richtung Hochwald und Hunsrück sowie in die Pfalz aus. Gegen 18.30 Uhr erreichten dichtere Rauchschwaden zudem erneut das nördliche Saarland.

Jetzt kommt die Wetterwende

Am Montagvormittag hat nun Regen eingesetzt. Nach dem heißen und rauchbelasteten Wochenende bringt das Wetter damit eine deutliche Veränderung. Laut Wetterradar zieht derzeit ein langgezogenes Regengebiet über die Region. Damit dürfte die Hitzephase zunächst beendet sein. Im Lauf der Woche werden deutlich niedrigere Temperaturen und weitere Niederschläge erwartet.