

Die wirtschaftliche Entwicklung im Handwerk der Region Trier hat im ersten Quartal 2026 leicht an Schwung verloren. Das geht aus der aktuellen Konjunkturanalyse der Handwerkskammer Trier hervor. Im Landesvergleich bewegt sich die Region weiterhin auf einem ähnlichen Niveau.
Zu Jahresbeginn bewerteten 76,5 Prozent der befragten Betriebe ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend. Landesweit liegt dieser Wert bei rund 77 Prozent. Auch bei den Erwartungen zeigt sich ein vergleichbares Bild: In Trier rechnen 80,9 Prozent der Betriebe mit einer stabilen oder besseren Entwicklung, im Landesdurchschnitt sind es rund 83 Prozent.
Gedämpfte Entwicklung in vielen Bereichen
Wie im gesamten Rheinland-Pfalz zeigt sich auch in der Region Trier eine verhaltene konjunkturelle Dynamik. Auftragseingänge und Umsätze entwickeln sich vielerorts rückläufig, die Auslastung sinkt leicht. Der Anteil der Betriebe mit einer Auslastung von über 70 Prozent liegt bei 62 Prozent und damit knapp unter dem Landeswert. Die durchschnittliche Auftragsreichweite beträgt 11,3 Wochen.
Zurückhaltung bei Investitionen
Deutlich wird die Entwicklung vor allem bei den Investitionen. In der Region Trier rechnen 41,8 Prozent der Betriebe mit einem Rückgang der Investitionstätigkeit. Landesweit liegt dieser Anteil bei rund 40 Prozent.
Unterschiede zwischen den Gewerken
Je nach Branche zeigt sich ein unterschiedliches Bild. Im Bauhauptgewerbe hat sich die Stimmung deutlich eingetrübt, begleitet von rückläufigen Aufträgen und sinkender Investitionsbereitschaft. Auch im Ausbaugewerbe ist eine Abschwächung zu beobachten, wenn auch weniger ausgeprägt. Stabiler präsentieren sich die Handwerke für den gewerblichen Bedarf sowie das Kraftfahrzeuggewerbe, dort allerdings bei schwächerer Umsatzentwicklung.
Im Lebensmittel- und Gesundheitsgewerbe fällt die Entwicklung gemischt aus. Während sich die Lage im Lebensmittelhandwerk teilweise verbessert, bleibt die Umsatzsituation angespannt. Im Gesundheitsgewerbe wird die aktuelle Lage weiterhin positiv eingeschätzt, die Erwartungen für die kommenden Monate sind jedoch vorsichtiger. Bei den personenbezogenen Dienstleistungen bleibt die Lage stabil, verbunden mit einem vergleichsweise optimistischen Ausblick.
„Stabiler Pfeiler der Wirtschaft“
Nach Einschätzung von HWK-Geschäftsführer Matthias Schwalbach spiegelt die Entwicklung die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wider. Das Handwerk in der Region Trier bleibe ein stabiler Bestandteil der regionalen Wirtschaft, auch wenn sich die Konjunktur insgesamt verhaltener entwickle. Besonders die rückläufige Investitionsbereitschaft werde als wichtiges Signal gewertet, da verlässliche Rahmenbedingungen für künftige Investitionen entscheidend seien.
Quelle: Dario Galuppo/Hwk Trier


