Nico Lautwein

Heimniederlage im Topspiel: Gladiators Trier verlieren gegen ALBA Berlin

Trier. Die Moselstädter haben ihr Heimspiel gegen die Albatrosse trotz starker Phasen mit 92:99 verloren. Jordan Roland war bester Trierer Werfer, Steven Ashworth überzeugte mit Double-Double.
Behnam Yakhchali mit der Nummer 8 bei den Moselstädtern.

Behnam Yakhchali mit der Nummer 8 bei den Moselstädtern.

Bild: Simon Engelbert

Bester Trierer Werfer war Jordan Roland mit 26 Punkten, Steven Ashworth gelang ein Double-Double aus 14 Punkten und 11 Assists. Nächstes Auswärtsspiel am 08.02. in Ulm.

Mit Steven Ashworth, Jordan Roland, Nolan Adekunle, Urald King und Marten Linßen als Starting Five begannen die Gladiators Trier das Spitzenspiel gegen ALBA Berlin. Gleich von Beginn an fanden die Gladiatoren gut in ihr Spiel und starteten mit viel Tempo auf beiden Seiten des Feldes. Vor allem von jenseits der Dreierlinie erwischten die Moselstädter einen starken Beginn und Jordan Roland netzte von außen gleich die ersten Punkte der Partie ein. Dies war der Startschuss für ein Offensivfeuerwerk in den ersten zehn Spielminuten, in denen die Gladiatoren ALBA ihr Spiel aufdrücken konnten. Urald King und Nolan Adekunle sorgten mit zwei weiteren getroffenen Dreiern für die erste deutliche Führung der Hausherren – 16:9 (5. Spielminute). Nach den nächsten beiden Trierer Punkten durch Maik Zirbes bat Berlins Headcoach Pedro Calles sein Team zur Auszeit auf die Bank und vor allem defensiv bekam ALBA nun besseren Zugriff auf die Trierer Schützen. Dank gut verteidigter Trierer Angriffe und anschließenden einfachen Punkten in der Transition verkürzten die Berliner auf 21:16 (7.). Ein weiterer getroffener Dreier von Behnam Yakhchali sorgte erneut für eine deutliche Trierer Führung (30:20, 9.), die ALBA jedoch zum Viertelende nochmal verkürzen konnte – mit 32:26 ging es für beide Teams in die erste Viertelpause.

Treffsicherheit prägt die erste Halbzeit

Im zweiten Viertel zeigten sich die Gladiatoren weiterhin extrem treffsicher von außen. Mit gewohnt schnellem Umschaltspiel und ebenso schneller Ballbewegung spielten sich die Moselstädter immer wieder gute Distanzwürfe frei. So war es Nolan Adekunle, der mit dem nächsten Dreier gegen seinen Ausbildungsverein auf 35:28 stellte (12.). Auch defensive Anpassungen auf Seiten von ALBA brachten keinen kurzfristigen Erfolg und die Gladiatoren blieben bis weit in das zweite Viertel tonangebend – ein weiterer Dreier von Urald King aus dem Pick and Pop stellte den zweistelligen Abstand wieder her (45:35, 15.) und zwang Berlin zur nächsten Auszeit. Trotz dieser folgten drei weitere getroffene Trierer Dreier, zwei durch Yakhchali, einen weiteren durch Ashworth, was die Trierer Führung auf 54:39 bei gut zweieinhalb Minuten Restzeit in der ersten Hälfte hochschraubte. Doch auch zum Ende des zweiten Viertels brachten sich die Berliner selbst wieder in die Partie und verkürzten mit einem eigenen Lauf auf 54:48 zur Halbzeit.

ALBA kommt nach der Pause zurück

Zu Beginn der zweiten Halbzeit präsentierte sich ALBA deutlich aufmerksamer in der Defensive. Vor allem der Weg zum Korb war für die Gladiatoren nun immer wieder blockiert und ALBA sicherte sich konsequent die Rebounds am eigenen Brett. Offensiv fanden die Berliner Aufbauspieler nun besser ihre zum Korb schneidenden Flügel und Malte Delow verkürzte per Korbleger auf 56:51 (22.). Auf einen starken Dreier von Jordan Roland fand Jack Kayil mit einem eigenen Dreier die direkte Antwort und so entwickelte sich eine etwas hektischere Phase, in der die Gladiatoren mit Ballverlusten zu kämpfen hatte und ALBA nun bessere Quoten aus dem Feld warf. Justin Bean traf den nächsten Berliner Dreier und brachte sein Team endgültig zurück in Schlagdistanz – 59:57 (24.). Nun fanden die Gladiatoren in Person von Jordan Roland und Nolan Adekunle die richtige Antwort, lieferten schnelle sechs Punkte und besorgten Trier so wieder etwas Luft (65:57, 26.). Jordan Roland gelang es dann, die Trierer Führung bei drei verbleibenden Minuten im dritten Viertel mit einem weiteren Dreier wieder zweistellig werden zu lassen (71:61), bevor die Albatrosse durch zehn schnelle Punkte – acht davon durch Jack Kayil – wieder ausglichen. Mit 73:73 ging es für beide Teams dann in die letzte Viertelpause.

Schlussviertel entscheidet das Spiel

Im Schlussabschnitt zeigte ALBA Berlin dann noch einmal seine ganze individuelle Klasse. Martin Hermannsson traf den ersten Dreier des letzten Viertels und sorgte so für die erste Führung seines Teams – 73:76. Die Gladiatoren blieben in der Partie und verlagerten ihr Spiel nun wieder mehr in die Zone. Immer wieder suchte man den Weg zum Korb und fand erfolgreiche Ausstiege aus den Systemen. Zwei getroffene Freiwürfe von Roland sorgten für das 84:86 bei fünf verbleibenden Spielminuten und trotz sinkender Trefferquoten auf Seiten der Moselstädter blieb die Partie offen. Schon über das gesamte Spiel gaben die Gladiatoren phasenweise zu viele Offensivrebounds an die Berliner ab, was den Hausherren in den letzten Spielminuten zum Verhängnis wurde. Immer wieder sicherten sich die Albatrosse zweite Chancen am offensiven Brett und kamen trotz stabiler Trierer Defense zu häufig zu einfachen Abschlüssen am Korb. Offensiv fehlte den Moselstädtern die Bewegung ohne Ball und ALBA stabilisierte sich zusätzlich in der Defensive. Mit einem And-One stellte Jack Kayil auf 85:91 (37.) und brachte seine Farben so auf die Siegerstraße. In den letzten Angriffen des Spiels blieb ALBA eiskalt, verwandelte auch schwierige Würfe und hinderte die Gladiatoren defensiv daran, sich noch einmal in die Partie zurückzuwerfen. So müssen sich die VET-CONCEPT Gladiators letztlich geschlagen geben und unterliegen ALBA Berlin mit 92:99.

Die Viertel: 32:26 | 22:21 | 19:26 | 19:26
Die Zuschauerzahl: 5.400

Stimmen zum Spiel

Jacques Schneider (Headcoach Gladiators): "Um ein solches Spiel zu gewinnen muss man 40 Minuten auf höchstem Level performen. Wir haben es heute geschafft über weite Strecken sehr gut gespielt, darauf können wir auch stolz sein. Hinten raus hat es dann heute nicht gereicht. Jack Kayil hat für Berlin sehr schwere Würfe getroffen und war sehr gefährlich in seinen Drives. Das haben wir als Mannschaft nicht gestoppt bekommen. Auch im Rebounding hatte Berlin heute Vorteile und haben sich viele zweite Chancen gesichert. Da müssen wir in Zukunft besser gegenhalten."

Spielerstatistiken

Für Trier spielten: Steven Ashworth (14 Punkte, 11 Assists), Dexter Akanno (4), Behnam Yakhchali (15), Marco Hollersbacher (3), Marten Linßen (4), Jordan Roland (26), Urald King (10), Evans Rapieque (0), Nolan Adekunle (13), JJ Mann (0) und Maik Zirbes (3).

Beste Werfer ALBA Berlin: Jack Kayil (24 Punkte), Justin Bean (16) und Martin Hermannsson (15).

Quelle: Gladiators Trier


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