Claudia Neumann

Kloster wird zur Pflegeschule in Premium-Lage

Trier. Auf dem Petrisberg wurde jetzt im ehemaligen Kloster St. Clara die Pfegeschule des Klinikums Mutterhaus eröffnet.

Nach zweijähriger Bauzeit hat das Mutterhaus der Borromäerinnen die neuen Räumlichkeiten der Karl Borromäus Schule im ehemaligen Klarissenkloster feierlich eröffnet. Mit dem Bezug des historischen Gebäudes auf dem Trierer Petrisberg beginnt für die Pflegeschule, die bisher in der Feldstraße angesiedelt war, ein neues Kapitel, das auf eine moderne Lernumgebung für die Ausbildung künftiger Pflegekräfte setzt.
Die offizielle Eröffnung fand am vergangenen Freitag statt. Christian Sprenger, Geschäftsführer des Klinikums Mutterhaus, begrüßte zahlreiche Gäste und Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft. Unter den Grußwortrednern waren die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen Verena Hubertz per Video, der rheinland-pfälzische Bildungsminister Sven Teuber sowie Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe. Auch Benedikt Welter, Vorsitzender des Caritasverbandes für die Diözese Trier, betonte die Bedeutung des neuen Lernorts im historischen Umfeld. Er verwies darauf, dass die Pflegeschule einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung junger Menschen leiste, die künftig als Fachkräfte in der Gesundheitsversorgung tätig sein werden.
Besonders hervorgehoben wurde die Freude darüber, dass das eindrucksvolle Gebäudeensemble mit seinem wunderbaren Blick über die Stadt künftig einer öffentlichen Nutzung mit Mehrwert für alle Trierer zugutekommt – und nicht etwa in Eigentumswohnungen umgewandelt wurde.

Moderne Räume, zukunftsweisende Ausbildung

Das 1930 errichtete Gebäude wurde nach den Plänen des Trierer Architekturbüros Lempges und Bost umfassend umgebaut. Entstanden sind großzügige Klassenräume mit moderner technischer Ausstattung und höchsten energetischen Standards. Ziel ist es, durch die neue Lernumgebung zur qualitativ hochwertigen Pflege in der Region beizutragen und die Attraktivität der Ausbildung zu steigern.
„Mit dem neuen Standort der Karl Borromäus Schule schaffen wir ein zukunftsweisendes Lernumfeld, das den hohen Ansprüchen moderner Pflege gerecht wird“, sagte Geschäftsführer Christian Sprenger. „Damit investieren wir nachhaltig in die Gesundheitsversorgung unserer Region und sichern die bestmögliche Ausbildung unserer Fachkräfte.“ Weihbischof em. Franz Josef Gebert segnete die neuen Räumlichkeiten ein.
Ab 1. Oktober werden hier bis zu 225 Auszubildende in den Berufen Pflegefachfrau, Pflegefachmann sowie Gesundheits- und Krankenpflegehelfer einen wesentlichen Teil ihrer Ausbildung absolvieren. Der Unterricht findet in Blockwochen statt. Die fachpraktische Ausbildung erfolgt in der Schule mittels speziell eingerichteter Skills-Labs; die praktische Ausbildung schließt sich auf den Stationen des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen und bei externen Kooperationspartnern an.

Starkes Zeichen für Zukunft der Pflege

Das Kloster St. Clara, das 1930 errichtet wurde, war fast 100 Jahre lang Heimat des Ordens der Klarissen-Kapuzinerinnen. Nach dem Auszug der Ordensgemeinschaft im Jahr 2017 übernahm die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Karl Borromäus im Jahr 2018 die Liegenschaft. In den vergangenen Jahren wurde das Gebäude behutsam saniert und für die Nutzung als Pflegeschule umgestaltet. Heute verbindet die Karl Borromäus Schule im ehemaligen Kloster St. Clara historische Bausubstanz mit modernen Ausbildungsstandards – und setzt so ein starkes Zeichen für die Zukunft der Pflege in der Region. Mit der neuen Pflegeschule entwickelt sich das Mutterhaus konsequent weiter und stärkt seine Rolle in der Gesundheitsversorgung. Neben der Pfelegschule auf dem Petrisberg plant das Klinikum aktuell ein weiteres Projekt: Am Viehmarkt entsteht ein Medizinisches Versorgungszentrum, das das Angebot für die Bevölkerung in Trier ergänzt.


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