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Mosel-Hochwasser: Starker Regen, überlastete Kanäle

Der starke Regen am Montag hat im Verlauf der Nacht zum Dienstag für insgesamt 22 Einsätze der Trierer Feuerwehren im Stadtgebiet gesorgt.
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Die Wassermassen ließen einige Keller volllaufen. In Zewen und in Biewer drückten sich kleinere Bäche über die Ufer. Der größte Einsatz beschäftigte die Wehren mehrere Stunden in der Krahnenstraße. Auf dem dortigen Parkplatz am Ende der Straße direkt hinter dem Moseldamm stand das Wasser, das aus der Kanalisation hochdrückte. Mehrere Autos drohten "wegzuschwimmen". Zehn Autos mussten zur Sicherheit abgeschleppt werden. Um das Wasser direkt in die Mosel zurückzupumpen, verlegte die Feuerwehr Schlauchleitungen über die Moseluferstraße, die deshalb mehrere Stunden lang voll gesperrt werden musste. Gegen 5 Uhr - rechtzeitig vor Einsetzen des Berufsverkehrs -  konnte die Sperrung aufgehoben werden. Im Einsatz waren insgesamt rund 100 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Löschzüge Zewen, Olewig, Kürenz, Euren, Stadtmitte und Biewer.

Hochwasser soll Höchststand am Dienstag erreichen

Der Moselpegel bei Trier ist in der Nacht zum Dienstag auf über 8,50 Meter gestiegen. Das Hochwassermeldezentrum geht von einem Höchststand von knapp neun Metern aus. Ab Mittwoch soll der Wasserstand wieder fallen.

Hintergrund

Mit einem Stand von 12,30 Meter in Trier ist das Eishochwasser von 1784 die bis heute höchste durch Pegelmarken bezeugte Flut an der Mosel. Der damalige Wasserstand entspricht statistisch einem Ereignis, welches alle 200 Jahre einmal erreicht oder überschritten wird. Im 20. Jahrhundert übertraf die Mosel dreimal die Marke von elf Metern. Zuletzt war dies im Dezember 1993 der Fall (11,28 Meter). Im Januar 1995 wurden 10,33 Meter gemessen und im Januar 2003 9,81 Meter. RED/PA, Fotos: WSTV


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