

Die Stadt hat im Moselstadion zwei Klimaschutzmaßnahmen erfolgreich umgesetzt: Mit der Installation einer Photovoltaikanlage auf den Tribünendächern und der Umrüstung der Trainingsbeleuchtung auf moderne LED-Technologie wird die städtische Sportanlage künftig deutlich energieeffizienter betrieben. Beide Maßnahmen wurden vollständig über das „Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI)“ des Landes Rheinland-Pfalz gefördert.
Das Moselstadion ist mit einer Gesamtfläche von rund 95.500 Quadratmetern die größte Sportanlage der Stadt Trier. Bürgermeisterin und Sportdezernentin Britta Weizenegger betont: „Täglich nutzen mehrere hundert Sportlerinnen und Sportler die Anlage – darunter zahlreiche Schulen im Rahmen des Schulsports, Trierer Sportvereine sowie Freizeitsportlerinnen und -sportler. Es ist deshalb wichtig, dass wir das Moselstadion nachhaltig und wirtschaftlich weiterentwickeln und zugleich die Bedingungen für alle Nutzerinnen und Nutzer verbessern.“
Photovoltaikanlage auf den Tribünendächern
Für diese Weiterentwicklung wurde auf den Dächern der Zusatztribünen und der Gegengeraden des Moselstadions eine leistungsstarke Photovoltaikanlage installiert. Die Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Schulverwaltung und Sport und den Stadtwerken Trier (SWT), die mit der Projektsteuerung beauftragt waren. Nach etwas mehr als einem halben Jahr Bauzeit befindet sich die Anlage seit Ende März 2026 in Betrieb.
Die Anlage verfügt über 364 Solarmodule und erreicht eine Spitzenleistung von knapp 162 kWp. Ergänzt wird sie durch einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 83,6 kWh. Pro Jahr können damit voraussichtlich rund 165.000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Dieser wird direkt vor Ort genutzt.
Durch die neue Photovoltaikanlage können jährlich rund 93 Tonnen CO₂ eingespart werden. Die erzeugte Strommenge würde rechnerisch ausreichen, um den durchschnittlichen Jahresstrombedarf von etwa 45 Haushalten zu decken. Die Investitionskosten für die Photovoltaikanlage belaufen sich auf rund 332.000 Euro.
Moderne LED-Technik auf den Trainingsplätzen
Parallel dazu wurden die Trainingsbeleuchtungen auf den Nebenplätzen des Stadions umfassend modernisiert. Die bisherigen Flutlichtanlagen arbeiteten mit veralteter Halogen-Metalldampf-Technologie und verursachten hohe Stromverbräuche, Wartungskosten sowie erhebliche Lichtemissionen.
Das Amt für Schulverwaltung und Sport ersetzte 34 Altleuchten und installierte 43 moderne LED-Leuchten. Die neue Beleuchtungstechnik zeichnet sich durch eine deutlich höhere Energieeffizienz, eine Lebensdauer von über 100.000 Betriebsstunden sowie eine gezielte und blendarme Lichtlenkung aus.
Matthias Ulbrich, Abteilungsleiter Sport, erklärt: „Von diesem Austausch profitieren sowohl die Nutzerinnen und Nutzer der Sportanlage als auch die Anwohner. Gleichzeitig werden Lichtverschmutzung und die Beeinträchtigung nachtaktiver Tiere erheblich reduziert.“
Durch die Umrüstung werden jährlich knapp 20.000 Kilowattstunden Strom eingespart. Dies entspricht einer CO₂-Reduktion von rund elf Tonnen pro Jahr. Die Investitionskosten für die LED-Umrüstung belaufen sich auf circa 236.000 Euro.
Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Stadt
Zusammen leisten beide Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Stadt Trier. Die jährliche CO₂-Einsparung beträgt insgesamt rund 104 Tonnen. Dies entspricht den durchschnittlichen jährlichen Emissionen von mehr als 50 Pkw.
Mit einer Gesamtinvestition von rund 568.000 Euro, die vollständig über das KIPKI-Programm des Landes Rheinland-Pfalz gefördert wurde, wird das Moselstadion künftig nicht nur nachhaltiger, sondern auch wirtschaftlicher betrieben. Davon überzeugte sich Sportdezernentin Weizenegger bei einem Vor-Ort-Termin im Moselstadion und dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.
Quelle: Stadt Trier



