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Nilgänse: Das sagen die WochenSpiegel-Leser
"Ich wohne an der Mosel und empfinde diese lärmenden Nilgänse als absolute Plagegeister. Stockenten sind nur noch sehr wenige anzutreffen, diese werden von den Nilgänsen verdrängt, selbst Schwäne werden während der Brut und der Aufzucht der Jungen von den Nilgänsen attackiert. Diese Nilgänse gehören einfach zum Abschuss freigegeben sie verdrängen die einheimische Vogelwelt", meint Hans-Jürgen Bönisch.
"Leben und leben lassen"
"Leben und leben lassen. Wenn es eine Plage ist und man darüber nachdenken würde, wieviele Menschen eine Plage sind, müsste man die nicht auch entfernen?", schreibt dagegen Katja John auf Facebook. "Es gibt schlimmere Plagen auf der Welt, auch bei uns in Schweich", ergänzt Heinz Eichinger. Das findet auch ein Angler aus Trier, der uns per Telefon mitteilt, dass für ihn Kormorane wesentlich schlimmere Plagegeister seien, da sie die Fischbestände dezimierten."Am Moselufer ist das weit drastischer"
"(...) Wir haben im Karl-Marx-Viertel schon vor 1,5 Jahren auf dieses wachsende Problem aufmerksam gemacht. Hier hat sich die Anzahl der Nilgänse verdoppelt, allerdings auf sehr kleinem Raum. Am Moselufer ist das weit drastischer. Man muss einen Plan B erarbeiten, um schneller reagieren zu können, wenn man erkennt, dass ein Handeln unumgänglich wird", meint Brigitte Biertz ebenfalls bei Facebook.Nilgänse dürfen geschossen werden
"Sind die essbar?" fragt Johannes Steinbach nicht ganz ernst gemeint und André Mergener legt nach: "Weihnachten steht vor der Tür – Abschuss frei!" Und tatsächlich: "Nilgänse sind essbar", kommentiert Günther Dieter Klein vom Landesjagdverband Rheinland-Pfalz (LJV). Seit 2013 dürfen die Tiere hierzulande geschossen werden, mit steigenden Abschusszahlen. Waren es in der ersten Saison noch 380 erlegte Tiere, so weist die Statistik für die Folgesaison bereits 927 Abschüsse auf. 2017/2018 kletterte die Zahl gar auf 1702. "Die einzige Möglichkeit, der wachsenden Population Herr zu werden, ist die Bejagung", sagt der Fachmann vom LJV. Innerorts sei dies jedoch nicht ohne Weiteres möglich. Dort müssten Grünflächen für Nilgänse unattraktiv gemacht werden.
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