

Die Pläne der Bundesregierung, beim Elterngeld jährlich 500 Millionen Euro einzusparen, stoßen beim Familienbund der Katholiken im Bistum Trier auf deutliche Kritik. Der Verband warnt davor, Familien zusätzlich zu belasten und damit die demografischen Herausforderungen in Deutschland weiter zu verschärfen.
Vorsitzende Gisela Rink erklärt, Eltern bräuchten gerade in den ersten Lebensmonaten eines Kindes finanzielle Sicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen. Weitere Kürzungen beim Elterngeld sendeten das völlig falsche Signal.
Der Familienbund weist zudem darauf hin, dass das Elterngeld seit seiner Einführung im Jahr 2007 nicht an die Inflation angepasst wurde und dadurch erheblich an Kaufkraft verloren hat. Die maximale Leistung von 1.800 Euro müsste heute bei rund 2.640 Euro liegen, um den gleichen Wert wie bei der Einführung zu haben. Auch der Mindestbetrag von 300 Euro entspräche inflationsbereinigt etwa 440 Euro.
Nach Ansicht des Verbands steht die geplante Kürzung im klaren Widerspruch zu dem politischen Ziel, Familien zu stärken und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Rink betont, Kinder dürften nicht als Kostenfaktor betrachtet werden, sondern seien eine Investition in die Zukunft der Gesellschaft. Familien erzögen die nächste Generation von Fachkräften und Beitragszahlern, auf deren Leistungen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung angewiesen seien. Ohne Kinder könne der Generationenvertrag nicht funktionieren.
Der Familienbund der Katholiken im Bistum Trier fordert die Bundesregierung auf, auf weitere Einschnitte beim Elterngeld zu verzichten und Familien stattdessen gezielt zu unterstützen – durch bezahlbaren Wohnraum, ausreichende und verlässliche Kinderbetreuung sowie eine stabile finanzielle Förderung.
Weitere Informationen unter www.familienbund-trier.org.


