Claudia Neumann

Stammzelltherapie für Krebspatienten kommt nach Trier

Trier. Das Klinikum Mutterhaus darf künftig autologe Stammzelltransplantationen durchführen. Dazu gibt es jetzt drei Onko-Tage in der Trier Galerie.

Pop-up-Store in der Trier Galerie

Pop-up-Store in der Trier Galerie

Bild: RAPHAEL WLOTZKI

Neue Behandlungsmöglichkeit für Krebspatienten in Trier: Das Gesundheitsministerium Rheinland-Pfalz hat dem Klinikum Mutterhaus die Genehmigung für die autologe Stammzelltransplantation erteilt. Dabei werden körpereigene Blutstammzellen entnommen, eingefroren und nach einer hoch dosierten Chemotherapie zurückgegeben. So soll die durch die Behandlung beeinträchtigte Blutbildung im Knochenmark wiederhergestellt werden.

Aktuell gibt es in der Region keine Klinik, die eine Stammzelltransplantation anbietet. Die Genehmigung erfolgt vor dem Hintergrund der laufenden Krankenhausreform in Rheinland-Pfalz. Das Land hatte Anfang September als erstes Bundesland die beabsichtigte Verteilung der sogenannten Leistungsgruppen veröffentlicht. Diese legen fest, welche Krankenhäuser künftig welche medizinischen Leistungen anbieten sollen. Das Klinikum Mutterhaus hat die bestehenden Leistungsgruppen bestätigt bekommen.

Neue Behandlungsmöglichkeit für die Region

„Die Genehmigung für die autologe Stammzelltransplantation ist ein wichtiger Schritt für die onkologische Versorgung in unserer Region“, erklärt Geschäftsführer Dr. med. Christian Sprenger. „Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das künftig eine zusätzliche Behandlungsmöglichkeit direkt vor Ort.“

Das Klinikum Mutterhaus nimmt die Genehmigung zum Anlass für drei Onko-Tage in seinem Pop-up-Store in der Trier Galerie. Am 11., 12. und 15. September stehen dort die Chefärzte der Onkologie, darunter Prof. Dr. med. Frank Rücker als Leiter des Onkologischen Zentrums, sowie weitere Experten des Krankenhauses für Fragen rund um Tumorerkrankungen zur Verfügung. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 10.30 Uhr.

Informationen zu moderner Krebsmedizin

„Mit den Mutterhaus-Onko-Tagen möchten wir diese Entwicklung zum Anlass nehmen, über Krebs, moderne Therapieverfahren und die Arbeit unseres Onkologischen Zentrums zu informieren“, betont Sprenger. Dabei gehe es auch darum, mit den Menschen direkt ins Gespräch zu kommen, Fragen zu beantworten und Berührungsängste abzubauen.

Die Fortschritte in der Stammzellenforschung und der Onkologie gäben vielen Patienten neue Perspektiven, so Sprenger. Darüber wolle das Klinikum bei den Onko-Tagen informieren.