

Ziel der Maßnahme sei es, den Straßenraum übersichtlicher und den Fußgängerüberweg sicherer zu gestalten.
Die Aachener Straße gehört zu den viel befahrenen Verkehrsachsen im Westen der Stadt. Gerade im Bereich des Kaufland-Markts herrscht reger Betrieb – Autos, Busse, Fahrräder und zahlreiche Fußgänger treffen hier aufeinander.
Um die Situation zu entschärfen, hat die Stadt Trier vor wenigen Tagen zwei neue Schilder aufstellen lassen. Sie begrenzen die Geschwindigkeit auf jeweils rund 100 Metern vor und hinter dem Zebrastreifen auf 30 Stundenkilometer.
Im Mittelpunkt der neuen Regelung steht der Fußgängerüberweg. Hier sollen Menschen die Straße sicherer überqueren können, ohne sich dem fließenden Verkehr ausgeliefert zu fühlen. Mit Tempo 30 sinkt nicht nur die gefahrene Geschwindigkeit, sondern auch der Bremsweg – ein entscheidender Faktor, wenn es plötzlich unübersichtlich wird.
Die Stadt setzt damit auf Verkehrsberuhigung an einer Stelle, an der täglich viele Wege zusammenlaufen.
Auslöser für die Einführung der Geschwindigkeitsbegrenzung waren mehrere Faktoren. Nach Angaben der Stadtverwaltung hatte sich an dieser Stelle zuvor ein Verkehrsunfall ereignet, bei dem ein Kind beteiligt war.
Zudem gingen bei der Stadt wiederholt Hinweise aus der Bevölkerung ein. Anwohnerinnen und Anwohner sowie Passanten berichteten, dass Fahrzeuge häufig zu schnell unterwegs seien. Auch das Verhalten an dem Zebrastreifen wurde kritisiert: Trotz wartender Fußgänger werde nicht immer angehalten.
Nicht nur auf der Aachener Straße wurde das Tempo reduziert. Auch auf einem Abschnitt der Nell-Breuning-Allee gilt inzwischen Tempo 30. Betroffen ist der Bereich an der Einmündung des Montessoriwegs.
Die Regelung greift dort täglich zwischen 7.00 und 17.00 Uhr auf beiden Seiten des Fußgängerüberwegs. Besonders in diesen Zeiten sind viele Kinder und Jugendliche auf dem Weg zur Schule oder zurück nach Hause unterwegs.
Hintergrund für die Maßnahme an der Nell-Breuning-Allee war ebenfalls ein Unfallgeschehen. Ein Kind wurde dort beim Überqueren des Zebrastreifens von einem Auto erfasst. Die Stadt reagierte mit der zeitlich begrenzten Geschwindigkeitsreduzierung, um den Verkehr in den stark genutzten Stunden zu entschleunigen.
Durch das geringere Tempo soll die Aufmerksamkeit der Autofahrenden steigen und das Risiko schwerer Verletzungen reduziert werden.
Text: Kevin Schößler




