Claudia Neumann

Stabiles Wachstum im Jubiläumsjahr: Sparkasse Trier mit positiver Bilanz 2025

Trier/Region. Kreditgeschäft, Immobilienprojekte, Nachhaltigkeit und Digitalisierung prägen Geschäftsentwicklung – Bilanzgewinn stabil bei sieben Millionen Euro

Der Vorstand der Sparkasse Trier – Vorstandsvorsitzender Dr. Peter Späth (Mitte), stellvertretender Vorsitzende Martin Grünen (links) und Vorstandsmitglied André Polrolniczak – blicken auf ein erfolgreiches Jubiläumsjahr zurück.

Der Vorstand der Sparkasse Trier – Vorstandsvorsitzender Dr. Peter Späth (Mitte), stellvertretender Vorsitzende Martin Grünen (links) und Vorstandsmitglied André Polrolniczak – blicken auf ein erfolgreiches Jubiläumsjahr zurück.

Bild: Esther Jansen

Die Sparkasse Trier hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem stabilen Wachstum abgeschlossen. Im Jahr ihres 200-jährigen Jubiläums konnte das Institut sowohl bei Krediten als auch bei Einlagen zulegen und die Position als regionaler Finanzdienstleister stärken. Die Bilanzsumme stieg um 3,5 Prozent auf 5,51 Milliarden Euro. Das Wachstum resultierte vor allem aus dem Kundengeschäft.

Mehr Kredite und stabile Einlagen
Die Kundenkredite erhöhten sich um 4,9 Prozent auf 4,54 Milliarden Euro. Besonders Unternehmen investierten wieder stärker, was sich auch in der wirtschaftlichen Entwicklung der Region widerspiegelt. Die Kundeneinlagen wuchsen um etwa drei Prozent auf 4,14 Milliarden Euro. Der Bilanzgewinn blieb mit sieben Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Vorstandsvorsitzender Dr. Peter Späth verwies auf die Bedeutung des Kreditgeschäfts für die Entwicklung der Bilanzsumme und die steigende Vergabe von Unternehmenskrediten.

Wohnungsbau und Förderkredite legen zu
Im Wohnungsbaugeschäft verzeichnete die Sparkasse eine steigende Nachfrage. Die Kreditzusagen für Wohnungsbau erreichten 481 Millionen Euro, was einem Plus von 12 Prozent entspricht und wieder ein Niveau nahe den Jahren vor der Corona-Pandemie markiert. Auch Förderkredite, etwa für energetische Sanierungen und Investitionen nach KfW-Standards, wuchsen deutlich. Das Volumen lag bei knapp 109 Millionen Euro und damit mehr als 22 Prozent über dem Vorjahr. Besonders gewerbliche Finanzierungen und Projekte im Bereich erneuerbare Energien trugen zu dieser Entwicklung bei.

Wertpapier- und Vermögensgeschäft wächst
Im Wertpapiergeschäft stieg das Gesamtbestandsvolumen um 8 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelte sich die Zusammenarbeit mit Partnerbanken, die ein Wachstum von 40 Prozent im Vermögensverwaltungsbestand brachte.

Nachhaltigkeit und Filialnetz
Die Sparkasse Trier betreibt 36 Filialen sowie 82 Geldautomaten- und Selbstbedienungsstandorte und verfügt damit über das dichteste Banknetz der Region. Gleichzeitig investiert das Institut in Nachhaltigkeit. Durch energetische Sanierungen eigener Gebäude sank die CO2-Bilanz um mehr als 2.000 Tonnen auf rund 400 Tonnen pro Jahr. Das Ziel der CO2-Neutralität bis 2035 wird weiter verfolgt.

Immobilienprojekte und erneuerbare Energien
Im Immobilienbereich wurden mehrere Bauprojekte vorangetrieben. In Tawern wurde ein Wohn- und Geschäftshaus mit Arztpraxis und neun Wohneinheiten fertiggestellt. In Leiwen und Welschbillig entstehen weitere Wohngebäude. In Welschbillig sollen 2026 zwei Mehrfamilienhäuser mit 26 Wohnungen für bezahlbaren Wohnraum fertiggestellt werden. In Leiwen entstehen sechs barrierefreie Wohneinheiten nach ökologischen Standards.

Im Bereich erneuerbare Energien beteiligte sich die Sparkasse unter anderem an einem Solarpark in Schweich mit einer jährlichen Stromproduktion von fast 23 Millionen Kilowattstunden sowie an einer weiteren Solaranlage im Saarland mit einer erwarteten Leistung von über 26 Millionen Kilowattstunden, die rund 6.200 Haushalte versorgen kann.

Gesellschaftliches Engagement und Ausbildung
Über Stiftungen, Spenden und Sponsoring unterstützte die Sparkasse rund 1.300 Projekte in Stadt und Landkreis mit insgesamt 2,3 Millionen Euro. Kulturförderung und Denkmalpflege erhielten 37 Prozent der Mittel, gefolgt von Sport- sowie Sozialprojekten mit jeweils 19 Prozent. An Stadt Trier und Landkreis Trier-Saarburg wurden drei Millionen Euro ausgeschüttet.

Als Arbeitgeber beschäftigte die Sparkasse Trier Ende 2025 insgesamt 719 Mitarbeitende und zählt 60 Auszubildende zu ihrem Personalbestand.

Digitalisierung im Banking
Das Online-Banking wird von Kundinnen und Kunden zunehmend genutzt. Die Nutzungsquote liegt bei 82 Prozent bei privaten und über 88 Prozent bei geschäftlichen Girokonten. Digitale Bezahlsysteme gewinnen weiter an Bedeutung. Rund 50 Prozent der Nutzer der Sparkassen-App haben sich 2025 für den europäischen Bezahldienst Wero registriert, der Echtzeitüberweisungen sowie Zahlungen im Online-Handel ermöglicht. Für 2026 ist eine Erweiterung des Händlerkreises geplant.

Auch regionale Verwaltungen ermöglichen bereits Zahlungen über diesen Dienst, unter anderem in Stadt- und Kreisverwaltung sowie in weiteren kommunalen Einrichtungen.