

Die geplante Globus-Markthalle in Trier soll künftig über eine neue Verkehrsanbindung erreichbar sein. Vertreter der Globus-Gruppe stellten den aktuellen Planungsstand im Dezernatsausschuss IV vor.
Ein Hauptmerkmal der Markthalle soll laut Globus eine Vielzahl an frischen und handwerklich hergestellten Lebensmitteln sein. Das Unternehmen spricht von einem „echten Local Hero“, bei dem sich die Trierer auf ein breites, lokal ausgerichtetes Sortiment freuen dürfen.
Bis zur Eröffnung wird jedoch noch einige Zeit vergehen. Zunächst müssen umfangreiche Anpassungen am Straßen- und Verkehrsnetz umgesetzt werden.
Zwei Kreisverkehre geplantFür die Anbindung des Marktes ist der Umbau der Zewener Straße inklusive der bisherigen Busspuren vorgesehen. Zudem soll die Straße „Im Siebenborn“ angepasst werden.
Kern der Planungen sind zwei Kreisverkehrsanlagen:
ein großer Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 60 Metern und einer Fahrbahnbreite von zehn Metern
ein kleinerer, überfahrbarer Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 24 Metern
In der Zewener Straße sind außerdem eine Busbucht auf der einen Seite sowie eine Busspur auf der anderen Seite vorgesehen. Die Bushaltestellen sollen jeweils barrierefrei gestaltet werden.
Fuß- und Radweg sorgt für DiskussionTeil der Planung ist auch ein gemeinsamer Fuß- und Radweg entlang der Straße. Auf der Seite des Globus-Marktes soll dieser für ein kurzes Stück als Zweirichtungsradweg angelegt werden.
Die Führung und Breite dieses Weges war ein Diskussionspunkt im Dezernatsausschuss. Stadtraum-Amtsleiter Julian Lehnart erklärte jedoch: „Fünf Meter sind für die prognostizierten Rad- und Fußgängerzahlen ausreichend.“
Die Weiterführung des Radwegs in Zewen gestaltet sich schwieriger. Aufgrund begrenzter Flächen könnte dieser mit bestehenden Parkplätzen konkurrieren.
Bauernmarktfläche und RegenrückhaltebeckenIn der Nähe der Globus-Markthalle soll außerdem eine Verkaufsfläche für einen Bauernmarkt entstehen. Diese sei „ein Quantensprung für die Bauern im Vergleich zum jetzigen Zeitpunkt“, erklärte Maximilian Rautschka, Regionalleiter Standortentwicklung der Globus GmbH.
Zur Oberflächenentwässerung ist zudem ein Regenrückhaltebecken mit gedrosseltem Wasserablass und Anschluss an den öffentlichen Kanal vorgesehen.
Teil der Planung ist außerdem die Möglichkeit, eine zukünftige Ortsumgehung Zewen an den Kreisverkehr anzuschließen.
Baubeginn frühestens im OktoberBauherr des Projekts ist die Globus-Gruppe, die auch die Kosten übernimmt. Erste vorbereitende Arbeiten zur Auffüllung des Geländes laufen bereits seit Januar 2026.
Über den Sommer soll die Ausführungsplanung weiter vorangetrieben werden. Die sogenannte Submission ist nach aktuellem Stand für Ende August oder Anfang September geplant.
Der frühestmögliche Baubeginn für den großen Kreisverkehr wäre damit im Oktober dieses Jahres. Die Bauzeit wird auf mindestens zwölf Monate geschätzt und soll in mehreren Bauabschnitten erfolgen, um die Belastung für Anwohner und Verkehrsteilnehmer möglichst gering zu halten.
Quelle: Stadt Trier




