Nico Lautwein

Trier im Fußball-Ausnahmezustand: Fanmarsch stimmt auf Pokalabend ein

Trier. Zehn Jahre nach dem letzten DFB-Pokalspiel herrschte in Trier Fußball-Ausnahmezustand. Hunderte Eintracht-Fans zogen vor dem Duell mit RB Leipzig von der Porta Nigra zum Moselstadion.

Genau zehn Jahre nach dem letzten DFB-Pokalspiel in Trier kehrte Eintracht Trier am vergangenen Samstagabend auf die große Pokalbühne zurück. Im ausverkauften Moselstadion traf der SVE auf den Bundesligisten RB Leipzig. Am Ende musste sich die Eintracht mit 0:6 geschlagen geben. Schon Stunden vor dem Anpfiff herrschte in der Stadt Fußball-Ausnahmezustand.

Hunderte Fans ziehen durch die Innenstadt

Rund 9.000 Zuschauer waren im Moselstadion dabei, darunter etwa 1.000 Anhänger aus Leipzig. Bevor der Ball rollte, bestimmten zunächst die Trierer Fans das Bild in der Innenstadt.
Von der Porta Nigra aus setzte sich am Nachmittag ein großer Fanmarsch der Eintracht-Anhänger in Richtung Moselstadion in Bewegung. Unter starker Polizeibegleitung zogen die Fans durch die Straßen und sorgten für eine eindrucksvolle blau-weiße Kulisse. Lautstark wurden Lieder für die Eintracht gesungen, immer wieder hallten Jubel und Fangesänge durch die Innenstadt. Zahlreiche Fahnen wurden geschwenkt – die Straßen waren fest in blau-weißer Hand.

Fanmarsch bleibt friedlich

Für den Verkehr brachte der große Fanzug zeitweise Sperrungen und Behinderungen mit sich. Auch rund um das Moselstadion war die Polizei mit einem größeren Aufgebot präsent, um die beiden Fanlager voneinander zu trennen und für einen sicheren Ablauf des Pokalabends zu sorgen.
Die Stimmung beim Fanmarsch blieb dabei friedlich. Hunderte Eintracht-Anhänger feierten gemeinsam auf den Straßen und stimmten sich ausgelassen auf das große Pokalspiel ein.

Eintracht unterliegt RB Leipzig mit 0:6

Im Stadion folgte anschließend das sportliche Highlight – mit einem eher ernüchternden Ausgang für die Eintracht. Der Top-Bundesligist RB Leipzig setzte sich erwartungsgemäß mit 6:0 durch und zog damit in die nächste Runde des DFB-Pokals ein.
Für den SVE endete damit der erste Auftritt im DFB-Pokal seit zehn Jahren mit einer deutlichen Niederlage. Die besondere Atmosphäre rund um die Partie und die Unterstützung der eigenen Fans sorgten dennoch für einen außergewöhnlichen Fußballabend in Trier.

Quelle: Florian Blaes