

Mit Aufklärungsaktionen und Appellen macht der Darmkrebsmonat März auf die Gefahren der Krankheit aufmerksam. In diesem Jahr tragen die Aktionswochen, unter Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, das Motto: „Ein kleiner Schritt zur Darmkrebsvorsorge – ein großer fürs Leben.“ Bundesweit rufen Mediziner und Gesundheitsorganisationen dazu auf, Angebote zur Früherkennung konsequent zu nutzen. Darmkrebs gehört in Deutschland zu den häufigsten Krebserkrankungen, er lässt sich jedoch durch regelmäßige Untersuchungen in vielen Fällen erkennen oder frühzeitig heilen.
So wirbt ein Team im Trierer Klinikum Mutterhaus um Dr. med. Erwin Rambusch, Chefarzt Gastroenterologie und Leiter des Viszeralonkologischen Zentrums, seit fast 20 Jahren mit der Aktion „Stopp Darmkrebs – Trier sorgt vor!“ für Vorsorge. Zum wiederholten Male werden aktuell mittlere und größere Firmen der Region besucht, um direkt am Arbeitsplatz dieses wichtige Thema zu beleuchten. „Die Resonanz auf unser Angebot, direkt zu den Arbeitnehmern zu kommen, ist sehr erfreulich“, kommentiert Dr. Rambusch. “Darmkrebs ist häufig heimtückisch, da zumeist erst in Spätstadien entsprechende Symptome auftreten.”
Der Chefarzt weist auf Besonderheiten der Krankheit hin: “Die Frühstadien, und auch die weiter fortgeschrittenen Tumore, die teilweise auch schon Tochter-Geschwülste (Metastasen) bilden, machen teilweise keine Beschwerden. Im fortgeschrittenen Stadium ist leider dann eine Heilung nur im geringen Maße möglich.”
Lebensgefährliche Erkrankung
Unbehandelt führt Darmkrebs unweigerlich zum Tode, so Rambusch weiter. 2025 hat das Darmzentrum des Klinikums Mutterhaus 135 neue Fälle verzeichnet und weitere 32 Patienten mit sogenannten Lokalrezidiven (Wiederauftreten der Erkrankung) oder Metastasen, also Krebsgeschwülsten an anderen Körperstellen, als Nicht-Primärfälle behandelt. Chefarzt Rambusch weist darauf hin, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, Darmkrebs vorzubeugen.
„Als Erstes ist eine gesunde Lebensweise zu nennen. Hierzu zählen wenig Alkoholkonsum, Nichtrauchen, ballaststoffreiche Ernährung, Übergewicht vermeiden.“ Zentral für die Vorbeugung ist zudem sportliche Aktivität. „Durch eine regelmäßige Bewegung von 30 bis 60 Minuten pro Tag kann das Darmkrebs-Risiko um 20 bis 30 Prozent gesenkt werden“, erläutert der Mediziner. „Prävention durch Sport ist ein kleiner Schritt fürs Leben.“
Maßnahmen zur Vorsorge entscheidend
Zusätzlich sollten Vorsorgemaßnahmen wie Stuhltests oder besser noch Darmspiegelungen in Anspruch genommen werden, damit Veränderungen früh festgestellt werden. Denn bei keiner anderen Krebsart kann laut Rambusch eine Vorsorge bereits die Vorstufen so effektiv anzeigen, wie bei einer Darmspiegelung. Daher hat die Voruntersuchung zum Ziel, die Vorstufen und nicht erst die frühen bösartigen Veränderungen festzustellen. Doch ist die Vorstellung einer Darmuntersuchung teils mit Scham oder Angst behaftet, sodass sich manche von der Untersuchung abschrecken lassen. Keine andere Krebsart lässt sich so effektiv vorbeugen, in Frühstadien und selbst bei Metastasen kann eine Heilung teilweise erzielt werden.
„Das medizinische Team der Endoskopie ist darauf geschult, die Intimsphäre zu wahren und Vorbehalte einfühlsam auszuräumen“, ergänzt Rambusch. So resümierten Patienten, dass sie früher zur Untersuchung gekommen wären, wenn sie gewusst hätten, wie einfach eine Darmspiegelung ist. Der Darmkrebs tut in den Anfangsstadien nicht weh. Typische, allerdings unspezifische Symptome können Stuhlunregelmäßigkeiten, Verstopfung und Blut im Stuhl, aber auch Abgeschlagenheit und Müdigkeit sein. Körperliche Aktivität und gesunde Ernährung sind geeignete Maßnahmen zur effektiven Vorbeugung.
Weitere Informationen zu den Angeboten und der Terminvereinbarung im Klinikum Mutterhaus finden sich unter www.mutterhaus.de/fachabteilungen/innere-medizin-4



