Uni Trier veranstaltet Thomas-Luckmann-Gedenktag
Weit über die soziologische Fachöffentlichkeit hinaus ist Thomas Luckmann durch die gemeinsam mit seinem langjährigen Freund und Kollegen Peter L. Berger verfasste Studie "The Social Construction of Reality" bekannt geworden. Diese, 1966 publiziert, stieg zum Klassiker der Disziplin auf und wurde eines der meistverkauften und einflussreichsten soziologischen Werke überhaupt. Die in ihr unterbreitete, regelmäßig aufgrund des englischen Originaltitels als "sozial-konstruktiv" etikettierte Perspektive avancierte zum Gravitationspunkt vielfältiger Kontroversen um den methodologischen Zuschnitt der Soziologie wie sie zugleich eine wesentliche konzeptionelle Grundlage für die sich seit den späten 1960er Jahren entwickelnden Varianten qualitativer Sozialforschung bildete.
Zur Person
Thomas Luckmann entfaltete die in der "Social Construction" exemplarisch entwickelte Perspektive soziologischer Theorie und empirisch-soziologischer Forschung in einem breiten Lebenswerk. Seine kanonischen Beiträge zur Wissens-, Kommunikations-, Religions-, Moral-, Zeit- und Handlungsanalyse sowie seine Ausarbeitung der von Alfred Schütz in Grundzügen entworfenen phänomenologisch-fundierten Soziologie in den "Strukturen der Lebenswelt" sichern Thomas Luckmann ebenso wie seine Studien zur Identitäts-, Gesellschafts- und Sozialtheorie einen herausragenden Platz in der Forschungsgeschichte der Soziologie der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhundert.Info und Anmeldung
Die Tagung "Lebenswelt und Gesellschaft" im Gedenken an Thomas Luckmann findet am 13. und 14. Oktober ab 12.30 Uhr in Raum 302 (V-Gebäude, Campus I) statt. Die Leitung haben Prof. Dr. Martin Endreß und Prof. em. Dr. Alois Hahn. Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten.
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