Claudia Neumann

Vom Studenten zum Unternehmer: Sven König gründet Ryvon Knives

Trier. Maschinenbau-Absolvent der Hochschule Trier entwickelt High-Performance-Antihaft-Kochmesser und startet nach Exist-Stipendium mit erster Kleinserie

Bild: Hochschule Trier

Ein langer Weg voller Entwicklungsarbeit, Eigeninitiative und unternehmerischem Mut führte nun zum Ziel: Der Maschinenbau-Absolvent Sven König, hat in der vergangenen Woche das Unternehmen „Ryvon Knives“ gegründet.

Entwicklung während des Studiums

Der Grundstein wurde bereits während Königs Maschinenbau-Studiums im Fachbereich Technik der Hochschule Trier gelegt. Mehrere Projektarbeiten, seine Abschlussarbeit sowie ein anschließendes einjähriges EXIST-Gründungsstipendium am selben Fachbereich, ermöglichten die Entwicklung eines ersten funktionsreifen Prototyps: eines High-Performance-Antihaft-Kochmessers samt komplexem digitalem Produktionsprozess.

Idee aus dem privaten Umfeld

Die grundlegende Idee entspringt dem privaten Umfeld des passionierten Hobbykochs. Besonders bei hochwertigen, scharfen Kochmessern kommt es häufig zu störenden Anhaftungen des Schnittguts während des Schneidens. Bestehende Lösungen sind oft wenig funktional oder nur als handgefertigte Unikate zu Preisen von mehreren tausend Euro erhältlich.

Vom Prototyp zur Kleinserie

Sven König möchte dies ändern und erstmals funktionale, leistungsstarke Antihaftmesser in Serienfertigung anbieten. Nach Abschluss des EXIST-Stipendiums, in dessen Rahmen ein marktreifes Produkt, ein innovativer Fertigungsprozess, sowie ein tragfähiges Geschäftskonzept entstanden sind, wird derzeit bereits die erste Kleinserie produziert. Diese soll pünktlich zum Weihnachtsgeschäft ausgeliefert werden.

Innovativer Fertigungsprozess an der Hochschule Trier

Die Produktentwicklung sowie der hierfür erforderliche vollständig digitale und innovative Fertigungsprozess entstanden im Labor für Digitale Produktentwicklung und Fertigung (LDPF) sowie im Labor für Werkstofftechnologie (LWT) des Fachbereichs Technik der Hochschule Trier.

Unterstützung durch Mentoring und Coaching

Im Zeitraum des EXIST-Gründungsstipendiums, das das Gründungsbüro der Hochschule Trier intensiv begleitetet hat, wurden die Grundlagen durch Mentoring und Coaching für die Unternehmensgründung gelegt. Hierbei konnte das Team weiterhin auf die umfassende Infrastruktur sowie das Fachwissen der Labore des Fachbereichs zurückgreifen, um Prototypen zu perfektionieren und herzustellen.

Impulse aus der Lehre

„Als Ergebnis einer praxisorientierten Lehre in interdisziplinären Teams entstehen kreative Ideen, die immer wieder den Weg in die industrielle Anwendung finden – sei es im Technologietransfer oder in Form eigener Gründungen. Es ist außerordentlich wichtig, dass wir an der Hochschule außerordentlich engagierte junge Menschen in dieser mutigen Entscheidung unterstützen“, betont Michael Hoffmann, Dozent im Fachbereich Technik.

Persönliche Perspektive des Gründers

„Es ist ein unglaubliches Gefühl, nach all den langen Tagen im Labor, unzähligen Tests und Momenten des Zweifelns nun tatsächlich mit meinem eigenen Produkt in den Markt zu starten. Ryvon Knives ist für mich mehr als ein professionelles Küchenmesser – es ist die Verwirklichung einer Idee, die mich seit meinem Studium begleitet. Ohne die Unterstützung des Fachbereichs Technik und des Gründungsbüros an der Hochschule Trier hätte ich diesen Traum nicht realisieren können“, erklärt Sven König, Gründer von Ryvon-Knives.

Weitere Gründungen im Fachbereich Technik

Neben dem Unternehmen Tenta Vision und New Tec Consulting ist Ryvon Knives bereits die dritte Gründung aus dem Fachbereich Technik an der Hochschule Trier innerhalb der vergangenen drei Jahre.