Claudia Neumann

Waldbrandgefahr steigt: Forstamt Trier ruft zur Vorsicht auf

Trier/Region. Der Deutsche Wetterdienst stuft die Waldbrandgefahr in der Region bereits als hoch ein.
Symbolfoto

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Bild: Canva

Wegen anhaltender Hitze und Trockenheit warnt das Forstamt Trier vor steigender Waldbrandgefahr in der Region. Forstamtsleiter Gundolf Bartmann appelliert an alle Waldbesucher, umsichtig zu handeln und klare Verhaltensregeln einzuhalten.

Mensch als Hauptrisiko

Rund 90 Prozent aller Wald- und Flurbrände gehen auf den unvorsichtigen Umgang von Menschen mit offenem Feuer zurück. Neben Achtlosigkeit können auch weggeworfenes Glas oder Blitzschlag Brände auslösen. Da immer mehr Menschen den Wald zur Erholung und für Freizeitsport nutzen, steigt das Risiko. Das Forstamt Trier hat gemeinsam mit den Feuerwehren eine Reihe von Verhaltensregeln zusammengestellt.

Was im Wald verboten ist

Rauchen ist im Wald strengstens untersagt. Wer Raucher antrifft, soll sie höflich darauf hinweisen. Grillen und offene Feuer sind sowohl im Wald als auch in Waldnähe verboten – genutzt werden dürfen ausschließlich offizielle Grillplätze, auch dort ist wegen Funkenflug besondere Vorsicht geboten. Einmalgrills aus flexiblem Material stellen laut Forstamt eine besondere Gefahr dar, da ihre Reste häufig in der Natur zurückbleiben.

Autofahrer werden gebeten, ausschließlich ausgewiesene Parkplätze zu nutzen: Heiße Katalysatoren können trockene Grasflächen unter geparkten Fahrzeugen entzünden. Außerdem müssen alle Zufahrten und Waldwege für Rettungsfahrzeuge jederzeit freigehalten werden.

Im Ernstfall: Notruf und Rettungspunkte

Wer auch nur eine kleinere Rauchentwicklung außerhalb von Siedlungsgebieten bemerkt, soll sofort den Notruf 112 (Feuerwehr) oder 110 (Polizei) wählen. Hilfreich ist dabei die Angabe der sogenannten Rettungspunkte – grüne Tafeln mit weißem Kreuz und einer Nummer, die an Wegkreuzungen im Wald ausgeschildert sind. Sie ermöglichen eine schnelle Ortung des Einsatzorts.

Gut vorbereitet, aber nicht ohne Risiko

„Unsere Wälder, die Tiere und Pflanzen können im Brandfall nicht evakuiert werden. Sie sind schutzlos dem Feuer ausgeliefert", betont Bartmann. Besonders gefährdet seien Nadelholzreinbestände mit trockenem Unterholz sowie stark besuchte Wälder.

Großflächige Brände wie in Schweden oder Südeuropa seien in der Region jedoch weniger zu befürchten: Dank des seit Jahrzehnten planmäßig entwickelten hohen Laubholzanteils und des naturnahen Waldbaus in Rheinland-Pfalz bestehe ein natürlicher Waldbrandschutz. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehren, Forstämtern und weiteren Einsatzkräften werde regelmäßig geübt und funktioniere gut. Die landesweiten Einsatzpläne seien aktualisiert worden. Als logistische Herausforderung bleibt laut Bartmann die Wasserversorgung in unwegsamen Waldgebieten.

Das Forstamt Trier schließt mit einem klaren Appell: Revierförster, Feuerwehr und Polizei sind bei ihren Bemühungen zum aktiven Waldschutz auf die Mithilfe aller Bürgerinnen und Bürger angewiesen.